Schlagwort-Archive: iBooks Author

iBooks Author kann jetzt auch ePub exportieren

Mottet die Texteditoren ein und kündigt das InDesign-Abo: iTunes Author kann jetzt ePub exportieren. Das bedeutet, ihr könnt eure E-Books für ALLE Shops jetzt in iBooks Author layouten. Wie man ePub dann für Amazon umwandelt, hatte ich hier bereits geschrieben.

Was war der Ärger groß, als Apple 2012 sein E-Book-Layout-Programm iBooks Author vorstellte. Denn statt den offenen und freien Standard ePub zu unterstützen, setzte Apple auf ein eigenes Format: .ibook. Die so erstellten E-Books konnte man entsprechend nur innerhalb des Apple-Cosmos lesen und verkaufen. Doch damit ist jetzt endlich Schluss.

Heute erreichte mich der E-Book-Newsletter von Apple, der mich über die neuesten Änderungen informiert rund um alles, was bei Apple mit E-Books zu tun hat. und dort steht unter anderem:

iBooks Author now allows you to export books in the EPUB 3 format. This lets you create media-rich books for iBooks as well as other ebook readers that support EPUB. Select one of the new iBooks Author EPUB templates and start adding movies, galleries, and HTML widgets to your book.

Wenn das stimmt, dann haben wir mit iBooks Author den ersten wirklich funktionierenden What-You-See-Is-What-You-Get-Editor und damit mal wieder ein echter Game-Changer. Wie schön der Code ist, den Apples Programm schreibt, kann ich zur Zeit aber noch nicht sagen. Das muss ich bei Zeiten mir mal angucken.

Was? iBooks Author ist gar nicht das erste WYSIWYG-Programm für E-Book-Lauyout? Du kennst ein besseres? Dann raus damit! Empfehle es mir in den Kommentaren und ich check aus, was es so kann!

Ein Kommentar

Eingeordnet unter #ePrdctn

Bilder in einem E-Book für Apples iBooks

Mir wurde schon vor zwei Wochen folgende Frage gestellt:
„Ich mache ein Bilderbuch mit iBooks Author und bin mir nicht ganz im Klaren, welche Dateigröße beim Hochladen sinnvoll ist, damit die Bilder bildschirmfüllend und schön scharf sind, auch bei verschiedenen Tablets?“
Und da mir das ePub-Format am Herzen liegt, beantworte ich die Frage für beide Formate. Auch wenn im oben skizzierten Fall Author sicher das beste Werkzeug ist.
Die Antwort auf diese und viele weitere Fragen findet ihr einerseits im „iBooks
 Publisher User Guide“ und andererseits in der iBooks Author Hilfe. Den Publisher User Guide solltet ihr euch sowieso mal zu Gemüte führen, wenn ihr nicht ein paar unangenehme Überraschungen erleben wollt, sobald ihr euer E-Book dann mit iTunes Producer zu iBooks hochgeladen habt. Den User Guide findet ihr in eurem Itunes-Connect-Konto unter „Ressourcen und Hilfe“.
iTunes Connect Screenshot

iTunes Connect Screenshot

Die Author-Hilfe gibts unter den entsprechendem Reiter in Author.
iBooks Author Hilfe

Screenshot: iBooks Author Hilfe

Beim Publisher User Guide macht Apple zunächst einmal Vorgaben, wie groß euer Cover sein soll: 1400 x 1873 Pixel. Das ist eine ganze Menge, sorgt aber dafür, dass das Cover auch bei den Retina-Displays noch gut aussieht. Als Format gibt Apple JPG oder PNG vor. Meine Empfehlung ist hier ganz klar PNG, da es dabei zu weniger Kompressionsartefakten kommt, wie sie bei JPG typisch sind.
Insgesamt gilt dann auch: je größer, desto besser. Die Grenze ist dabei die Dateigöße: Ein ePub darf nicht größer als zwei Gigabyte sein, Apple empfiehlt aus Performance-Gründen eine Größe von weniger als einem GB. Auch für Screenshots, die auf eurer Produktseite im iBooks Store angezeigt werden, macht Apple Vorgaben:
„Screenshots must be full-sized iPad images in the PNG or JPEG format with a size of 1024 x 768, 768 x 1024, 2048 x 1536, or 1536 x 2048 pixels. For a cleaner look, you can also remove the status bar from your screenshots, making the size 1024 x 748, 768 x 1004, 2048 x 1496, or 1536 x 2008 pixels.“
Ich denke, dass sind ganz nützliche Zahlen für die Bildergrößen innerhalb eures E-Books, denn durch Doppeltippen oder -klicken könnt ihr ja Bilder in iBooks in den Vollbildmodus holen.Und da sollen sie dann schließlich auch noch gut aussehen.
Schauen wir mal in die Author-Hilfe, ob wir noch weitere Infos finden. In der Author-Hilfe finden wir tatsächlich weitere Zahlen. Da heißt es zunächst einmal:
„Wichtig: Die Bilder dürfen höchstens 25 Megapixel (5000 x 5000 Pixel) bzw. 50 MB groß sein.“
Bei den Dateiformaten lässt Author auch noch zusätzlich GIF zu. Ach ja, und in einem ePub könnt ihr auch SVG benutzen, was ich euch empfehle, wann immer es möglich ist. Da SVG eine Vektor-Graphik ist und somit in jedem Zoomfaktor gut aussieht. Einen habe ich noch, Apple gibt nämlich noch Infos aus, um sein mit Author erstelltes iBook zu optimieren und da heißt es:
Interaktive Bilder für Retina-Displays sollten 4096 Pixel breit sein, für die öden-schnöden Diplays reichen 2048 Pixel. Normale Bilder sollen 2048 Pixel und entsprechend 1024 Pixel breit sein. Ein Keynote-Widget sollte Folien in den Größen 2048 x 1536 oder 1024 x 768 enthalten. Und zu guter letzt heißt es da für 3D-Objekte „Verwenden Sie bis zu 50.000 mäßig strukturierte Polygone“ beziehungsweise 20.000 für die Nicht-Retina-Variante.
Falls ihr mich fragt, ob ihr für Retina oder nicht entwerfen sollt, dann empfehle ich jederzeit Retina. Denn die Zukunft hat schon gestern begonnen und ihr wollt doch sicher, dass eure Bücher noch in 100 Jahren glänzen, oder?
Das war’s von mir zu dem Thema. Wenn ich was vergessen habe, dann haut es in die Kommentare. Außerdem freue ich mich über weitere Fragen, auch wenn ich manchmal etwas länger brauche, bevor ich dazu komme, eine Antwort zu schreiben. Bis jetzt habe ich am Ende noch jede Frage beantwortet …

Ein Kommentar

Eingeordnet unter #ePrdctn

Brauche ich eine ISBN bei einem E-Book …

… das mit iBooks Author produziert wurde?

Diese Frage bekam ich per E-Mail gestellt. Denn so ein E-Book lässt sich ja nicht woanders verkaufen als bei Apple. Die Frage ist schnell beantwortet: Nein. Seit geraumer Zeit braucht ihr weder für ein mit Author generiertes E-Book eine ISBN noch für irgendein anderes, das ihr im iBook-Store verkaufen wollt. Ich habe darüber hier schon berichtet. Ihr müsst beim Upload das entsprechende Feld in iTunes Producer einfach freilassen:

Screenshot iTunes Producer

Screenshot iTunes Producer

Apple vergibt dann automatisch eine interne ID.

Falls ihr auch Fragen zu E-Books habt, beantworte ich die gerne … =)

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter E-Book Vertrieb

Vom Word-Dokument zum E-Book für Apple iBooks #3

#3 mit Apple iBooks Author

In unserem ersten Teil des großen Tests, was denn wohl die beste Software ist, um E-Books für den Apple-Cosmos zu erzeugen, nahmen wir uns Pages zu Brust und erzielten ein ordentliches aber kein perfektes Ergebnis. Im zweiten Teil bekam dann Calibre eine Chance, fiel aber auf ganzer Linie durch. Mal sehen, wie sich Apples E-Book Profi iBooks Author so anstellt…

Zunächst einmal bildet dieser Teil meines Tests eine Zäsur, denn nachdem wir zwei Programme im Einsatz hatten, die für uns die Arbeit vollautomatisch übernahmen, müssen wir jetzt selbst Hand anlegen. Allerdings beginnt das ganze im Apple-Stil erst einmal recht komfortabel, mit der Formatauswahl. Ich entscheide mich für Querformat und Hochformat einfach.

Formatauswahl in iBooks Author

Formatauswahl in iBooks Author

Das zeigt uns auch schon den größten Unterschied zwischen iBooks Author und herkömmlichen E-Book-Schmiedewerkzeugen: iBooks Author bastelt iPad optimierte E-Books mit Seitenlayout, nicht mit responsive Design. Als nächstes öffnet sich vor uns eine recht traditionelle Layoutsoftware, in die wir jetzt unser E-Book übertragen…

iBooks Author Arbeitsoberfläche

iBooks Author Arbeitsoberfläche

iBooks Author stellt uns eine Formatvorlage bereit, bei der alles kann aber nichts muss. Textfelder sind vorgegeben, können gefüllt aber auch gelöscht werden, wenn man sie nicht benötigt.Auch neue Seiten können einfach hinzugefügt werden.

Neue Seiten in iBooks Author einfügen

Neue Seiten in iBooks Author einfügen

Doch dann die erste Ernüchterung: Wenn ich Text mit Hyperlinks per copy and paste einfüge, übernimmt Author nicht die Links. In meinem Probe-E-Book habe ich eine ganze Menge Links und die jetzt alle noch einmal zu setzen, ist schon ein wenig nervig. Genau wie schon Pages verweigert auch iBooks Author Links auf Bilder zu setzen. Was hat nur Apple gegen Bilder? Es gibt ein Workaround, das hier erklärt wird, das ist aber auch eher suboptimal… Mal sehen, was Author aus meinen Fußnoten macht… Wie ich es schon erwartet hatte, lassen sich mit Copy & Paste auch keine Fußnoten übernehmen.

Textimport in iBooks Author

Textimport in iBooks Author

Auf den zweiten Blick entdecke ich dann, dass ich Text auch automatisch aus Word- oder Pages-Dokumenten importieren kann. Dabei werden die Links übernommen, allerdings ist die Formatierung futsch und alles mehr oder weniger Plaintext. So wurde zwar die Einrückung meiner Zitate übernommen, aber ignoriert, dass sie in einer anderen Schriftart und -größe waren. Ferner wurden zwar die hochgestellten Zahlen der Fußnoten übernommen, die Fußnoten selbst wurden hingegen rausgelöscht.

iBooks Author übernimmt beim Import nicht verschiedene Schriftarten

iBooks Author übernimmt beim Import nicht verschiedene Schriftarten

Du solltest auf jeden Fall vor dem Import aus jedem Kapitel ein eigenes Word-Dokument erstellen, da ansonsten dein komplettes Word-Doument in ein Kapitel fließt. Bilder und das Inhaltsverzeichnis konnte Author hingegen ohne größere Probleme importieren. Beim Inhaltsverzeichnis stimmen die Seitenzahlen jetzt nicht mehr, da mein Word-Dokument in DinA4 und nicht im iPad-Format angelegt war. Aber das ist auch gar nicht nötig, denn iBooks Author erstellt ein automatisches Inhaltsverzeichnes, sofern man die Kapitel richtig formatiert hat.

Das fertige E-Book lässt sich dann als iBook, als PDF oder als Plaintext exportieren. Außerdem kann man es direkt im iBooks Store veröffentlichen. Vorausgesetzt natürlich man hat alle Bedingungen dafür erfüllt.

Den Code kann ich mir diesmal  nicht ansehen, da iBooks Author proprietär ist und mir dies nicht gestattet. Genausowenig kann ich das iBook irgendwoanders verwenden als im iBooks-Universum.

Fazit

Für unseren konkreten Anwendungsfall, in dem ein E-Book quasi schon fertig im Worddokument vorliegt, ist iBooks Author nicht geeignet, da ein großer Teil unserer Arbeit nicht übernommen werden kann. Dennoch erscheint mir iBA – wie ich es jetzt einfach mal abkürze, weil der Name viel zu lang ist – als ein solides Tool und besonders Menschen, die schon zuvor mit klassischen Layout-Programmen wie InDesign gearbeitet haben, werden sich hier wohlfühlen.
Das größte Manko ist natürlich die gewollt künstliche Beschränkung des Tools auf den Apple-Cosmos. Daher ist auch der klassische Anwendungsfall für iBA, ein enhanced E-Book, das speziell für das iPad entworfen wurde. Will man hingegen auch (zum Beispiel) den Marktführer Amazon bedienen, lohnt sich eher ein Programm, das ePub schreiben kann. Denn Amazon empfielt die Konvertierung von ePub in kf8.

Das war er also, der dritte Teil meines großen Tests, wie ihr am besten aufs iPad kommt. Auch hier gilt natürlich wieder: wenn ihr Hilfe braucht, weil irgendetwas nicht klappt, könnt ihr euch gerne hier in den Kommentaren oder per Mail melden. Wenn die Frage für mich einfach zu lösen ist, helfe ich in er Regel kostenlos. Wenn ihr hingegen eine größere Hilfe oder Dienstleistung braucht, dann werden wir uns sicher auch einig. Lest auf alle Fälle auch noch den vierten Teil meines Testes, der bald hier erscheint. Und kauft alle mein neues E-Book!

tl;dr

Bei „Die Siedler von Catan“ ist es am Anfang wichtiger möglichst viele verschieden Zahlen zu besetzen als verschiedene Rohstoffe, denn mit einem konstanten Rohstoffnachschub könnt ihr euch alles eintauschen, was ihr nicht habt.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter #ePrdctn

Exkurs: Neues rund um E-Books #2

Von der Neuerfindung des Buches, Tipps und Tricks rund um InDesign, Amazons Kundenfreundlichkeit sowie Apple, Apple und noch mehr Apple.

23.10.2012
Apple hat wie vermutet das iPad Mini vorgestellt. Die Zeit widmete sich ausführlich der Art und Weise, wie Apple dies tat: unglaublich großartig. Ansonsten war es diesmal fast schon gar kein Megaevent mehr. Vielleicht ist es ja nur an mir vorbeigegangen, aber auf mich macht es den Eindruck, als würde es langsam ruhiger um die Applegadgets. gadgetSpy fasst die Eckdaten gut zusammen und meint, mit Googles Nexus 7 verglichen schneidet das iPad Mini schlecht ab.
Was natürlich nichts daran ändert, dass es schon jetzt ausverkauft ist. Nebenbei gab es auch noch ein neues großes iPad, das vierte. Wie letzte Woche sich andeutete, kam mit den iPads auch eine neue Version der E-Book-App iBooks. appleunity schreibt, dass die Version 3.0 weiter und stärker auf den Schulbuchmarkt abzielt. Zu den wichtigsten neuen Features gehören, dass man jetzt Scrollen statt Blättern kann, wenn man möchte, eine verstärkte Social-Media-Integration und ein Nachtmodus. Hinzu kam eine neue Version der eProduction-App iBooks Author, die sich laut Baldur Bjarnason aber nicht stark verändert hat. Eine herbe Enttäuschung ist, dass nachwievor nicht alle ePUB3-Features unterstützt werden. Bjarnason hat sich die Mühe gemacht sie durchzutesten und gibt einen schönen Überblick.

22.10.2012
Nicht weniger, als das Buch neu zu erfinden, hat sich Dirk von Gehlen auf seinem Blog vorgenommen. Er schreibt das Buch mit den Lesern „gemeinsam, mit transparentem Entstehungsprozess und ohne großen Verlag“. Das ganze wird auch mittels Crowdfunding finanziert und zwar recht erfolgreich: Am Freitag war das ausgegebene Zielbereits erreicht.

Eine neue Version ist verfügbar from Dirk von Gehlen on Vimeo.

22.10.2012
Einen der bequemsten Wege – wenngleich auch der mit Abstand teuerste – ein E-Book zu erstellen und dennoch große Kontrolle über das Layout zu behalten, bietet Adobe InDesign. Das seit der Version 5.5(?) neben der schon länger integrierten Möglichkeit, interaktive PDFs zu exportieren auch die Möglichkeit bietet, ePUBs zu exportieren. Das ganze hat leider noch nicht das Niveau des PDF-Exports, ihr werdet, wenn ihr es richtig machen wollt, anschließend noch einmal mit einem Editor in den Quelltext des ePUBs eintauchen müssen. Damit ihr euch aber nicht gar zu viel Arbeit machen müsst, hat pagetoscreen einen Überblick über die Einstellungsmöglichkeiten bei InDesign geliefert.

Am 22.10.2012
…ist wirklich viel passiert. Martin Bekkelund berichtete von Amazons jüngstem DRM-Coup. Amazon hat nämlich kurzerhand den Account eine Freundin geschlossen und mittels des DRM (Digital Right Management) sämtliche bislang gekauften Bücher vom Kindle seiner Freundin zurückgezogen. Obendrein verweigert Amazon auch noch die Aussage, warum sie dies getan haben. Dies zeigt jedenfalls, warum ich, wo dies möglich ist, auf DRM verzichten möchten, denn wie der Berlin Story Verlag erklärt, hilft DRM nicht gegen Kopien sondern nur gegen Kunden.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Nachrichten