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Bilder in einem E-Book für Apples iBooks

Mir wurde schon vor zwei Wochen folgende Frage gestellt:
„Ich mache ein Bilderbuch mit iBooks Author und bin mir nicht ganz im Klaren, welche Dateigröße beim Hochladen sinnvoll ist, damit die Bilder bildschirmfüllend und schön scharf sind, auch bei verschiedenen Tablets?“
Und da mir das ePub-Format am Herzen liegt, beantworte ich die Frage für beide Formate. Auch wenn im oben skizzierten Fall Author sicher das beste Werkzeug ist.
Die Antwort auf diese und viele weitere Fragen findet ihr einerseits im „iBooks
 Publisher User Guide“ und andererseits in der iBooks Author Hilfe. Den Publisher User Guide solltet ihr euch sowieso mal zu Gemüte führen, wenn ihr nicht ein paar unangenehme Überraschungen erleben wollt, sobald ihr euer E-Book dann mit iTunes Producer zu iBooks hochgeladen habt. Den User Guide findet ihr in eurem Itunes-Connect-Konto unter „Ressourcen und Hilfe“.
iTunes Connect Screenshot

iTunes Connect Screenshot

Die Author-Hilfe gibts unter den entsprechendem Reiter in Author.
iBooks Author Hilfe

Screenshot: iBooks Author Hilfe

Beim Publisher User Guide macht Apple zunächst einmal Vorgaben, wie groß euer Cover sein soll: 1400 x 1873 Pixel. Das ist eine ganze Menge, sorgt aber dafür, dass das Cover auch bei den Retina-Displays noch gut aussieht. Als Format gibt Apple JPG oder PNG vor. Meine Empfehlung ist hier ganz klar PNG, da es dabei zu weniger Kompressionsartefakten kommt, wie sie bei JPG typisch sind.
Insgesamt gilt dann auch: je größer, desto besser. Die Grenze ist dabei die Dateigöße: Ein ePub darf nicht größer als zwei Gigabyte sein, Apple empfiehlt aus Performance-Gründen eine Größe von weniger als einem GB. Auch für Screenshots, die auf eurer Produktseite im iBooks Store angezeigt werden, macht Apple Vorgaben:
„Screenshots must be full-sized iPad images in the PNG or JPEG format with a size of 1024 x 768, 768 x 1024, 2048 x 1536, or 1536 x 2048 pixels. For a cleaner look, you can also remove the status bar from your screenshots, making the size 1024 x 748, 768 x 1004, 2048 x 1496, or 1536 x 2008 pixels.“
Ich denke, dass sind ganz nützliche Zahlen für die Bildergrößen innerhalb eures E-Books, denn durch Doppeltippen oder -klicken könnt ihr ja Bilder in iBooks in den Vollbildmodus holen.Und da sollen sie dann schließlich auch noch gut aussehen.
Schauen wir mal in die Author-Hilfe, ob wir noch weitere Infos finden. In der Author-Hilfe finden wir tatsächlich weitere Zahlen. Da heißt es zunächst einmal:
„Wichtig: Die Bilder dürfen höchstens 25 Megapixel (5000 x 5000 Pixel) bzw. 50 MB groß sein.“
Bei den Dateiformaten lässt Author auch noch zusätzlich GIF zu. Ach ja, und in einem ePub könnt ihr auch SVG benutzen, was ich euch empfehle, wann immer es möglich ist. Da SVG eine Vektor-Graphik ist und somit in jedem Zoomfaktor gut aussieht. Einen habe ich noch, Apple gibt nämlich noch Infos aus, um sein mit Author erstelltes iBook zu optimieren und da heißt es:
Interaktive Bilder für Retina-Displays sollten 4096 Pixel breit sein, für die öden-schnöden Diplays reichen 2048 Pixel. Normale Bilder sollen 2048 Pixel und entsprechend 1024 Pixel breit sein. Ein Keynote-Widget sollte Folien in den Größen 2048 x 1536 oder 1024 x 768 enthalten. Und zu guter letzt heißt es da für 3D-Objekte „Verwenden Sie bis zu 50.000 mäßig strukturierte Polygone“ beziehungsweise 20.000 für die Nicht-Retina-Variante.
Falls ihr mich fragt, ob ihr für Retina oder nicht entwerfen sollt, dann empfehle ich jederzeit Retina. Denn die Zukunft hat schon gestern begonnen und ihr wollt doch sicher, dass eure Bücher noch in 100 Jahren glänzen, oder?
Das war’s von mir zu dem Thema. Wenn ich was vergessen habe, dann haut es in die Kommentare. Außerdem freue ich mich über weitere Fragen, auch wenn ich manchmal etwas länger brauche, bevor ich dazu komme, eine Antwort zu schreiben. Bis jetzt habe ich am Ende noch jede Frage beantwortet …
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Ein Kommentar

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Neue Wege #8

Die Links meiner kleinen Nachrichtenschau sind diesmal zwar überwiegend etwas älter, aber nichtsdestotrotz spannend.

01.01.2013
Da dieses Blog ja erst Oktober 2012 an den Start ging, habe ich euch einen Jahresrückblick erspart. Connect übernimmt das „für mich“, indem sie aufzeigen, welche Entwicklung die mobile Fotografie 2012 genommen hat.

Ebenfalls 01.01.2013
Wenn du dass hier liest, bist du mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit Autor, der seine eigenen Werke verlegen möchte. Wie du dich passend zum neuen Jahr und seinen guten Vorsätzen zum Schreiben motivieren kannst, erklärt Anjali Sachdeva auf Creative Nonfiction.


Und noch einmal am 01.01.2013

Wurde es ganz undigital. Flavorwire zeigte etwas, das E-Books und E-Publishing vielleicht kaputt machen werden: die 20 schönsten Buchläden der Welt.

27.12.12
Noch ein Jahresrückblick. DBW präsentierte die 10 wichtigsten Stories des Jahres 2012 rund ums digitale Publizieren.

24.12.12
Pünktlich zum heiligen Abend erklärte die Huffington Post worauf man unter rechtlichen Aspekten beim Selfpublishing achten muss. Der Text richtet sich zwar an amerikanische Indiepublisher, aber so manchen guten und auch in guten alten Europa anwendbaren Tipp hält er bereit.

18.12.12
Die Aufregung war groß, als Instagram seine AGB änderte. Einen angenehm entspannte Position dazu vertrat hingegen René Hesse.
Dem kann ich mich nur anschließen: Instagram ist keine große Kunst, sondern Schnappschüsse, die durch bereitgestellten Filter aufgehübscht werden. Meine dürfen sie gerne vermarkten und ihr auch, wenn ihr wollt. Ich stelle alle meine Instagram-Bilder unter eine CC0-Lizenz. Namensnennung und Beleg währen nett, sind aber keine notwendige Bedingung.

Am 13.12.12
widmete sich Enno Lenze dem leidigen Thema der Online-Vermarktung journalistischer Texte. Leider ohne kreativen, neuen Ansatz, aber das liegt ja vielleicht im Problem begründet.

05.12.11
Auch schon etwas älter ist diese schöne Übersicht von ePubSecrets mit Links und Hinweisen, wie du Schriftarten in ePub einbetten kannst. Ich werde mich demnächst auch mal ausführlicher dem Thema widmen.

Bereits am 11.04.2012
Wenn du E-Books automatisch generierst, etwa mit meinem ganz besonderen Liebling Calibre, oder auch wenn du diese Arbeit von einem professionellen Konvertierungsdienst machen lässt, entsteht oft sehr viel sinnloser Code. India, Ink. erklärt, wie du deine CSS-Datei in so einem Fall systematisch aufräumen kannst.

28.9.11
Und noch weiter in der Vergangenheit entstanden, aber passend zum Brüder Grimm Jahr fand ich diesen Artikel über die schönsten Illustrationen von grimmschen Märchen von Maria Popova auf brain pickings.

 

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