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iBooks Author kann jetzt auch ePub exportieren

Mottet die Texteditoren ein und kündigt das InDesign-Abo: iTunes Author kann jetzt ePub exportieren. Das bedeutet, ihr könnt eure E-Books für ALLE Shops jetzt in iBooks Author layouten. Wie man ePub dann für Amazon umwandelt, hatte ich hier bereits geschrieben.

Was war der Ärger groß, als Apple 2012 sein E-Book-Layout-Programm iBooks Author vorstellte. Denn statt den offenen und freien Standard ePub zu unterstützen, setzte Apple auf ein eigenes Format: .ibook. Die so erstellten E-Books konnte man entsprechend nur innerhalb des Apple-Cosmos lesen und verkaufen. Doch damit ist jetzt endlich Schluss.

Heute erreichte mich der E-Book-Newsletter von Apple, der mich über die neuesten Änderungen informiert rund um alles, was bei Apple mit E-Books zu tun hat. und dort steht unter anderem:

iBooks Author now allows you to export books in the EPUB 3 format. This lets you create media-rich books for iBooks as well as other ebook readers that support EPUB. Select one of the new iBooks Author EPUB templates and start adding movies, galleries, and HTML widgets to your book.

Wenn das stimmt, dann haben wir mit iBooks Author den ersten wirklich funktionierenden What-You-See-Is-What-You-Get-Editor und damit mal wieder ein echter Game-Changer. Wie schön der Code ist, den Apples Programm schreibt, kann ich zur Zeit aber noch nicht sagen. Das muss ich bei Zeiten mir mal angucken.

Was? iBooks Author ist gar nicht das erste WYSIWYG-Programm für E-Book-Lauyout? Du kennst ein besseres? Dann raus damit! Empfehle es mir in den Kommentaren und ich check aus, was es so kann!

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Vom Word-Dokument zum E-Book für Apple iBooks #3

#3 mit Apple iBooks Author

In unserem ersten Teil des großen Tests, was denn wohl die beste Software ist, um E-Books für den Apple-Cosmos zu erzeugen, nahmen wir uns Pages zu Brust und erzielten ein ordentliches aber kein perfektes Ergebnis. Im zweiten Teil bekam dann Calibre eine Chance, fiel aber auf ganzer Linie durch. Mal sehen, wie sich Apples E-Book Profi iBooks Author so anstellt…

Zunächst einmal bildet dieser Teil meines Tests eine Zäsur, denn nachdem wir zwei Programme im Einsatz hatten, die für uns die Arbeit vollautomatisch übernahmen, müssen wir jetzt selbst Hand anlegen. Allerdings beginnt das ganze im Apple-Stil erst einmal recht komfortabel, mit der Formatauswahl. Ich entscheide mich für Querformat und Hochformat einfach.

Formatauswahl in iBooks Author

Formatauswahl in iBooks Author

Das zeigt uns auch schon den größten Unterschied zwischen iBooks Author und herkömmlichen E-Book-Schmiedewerkzeugen: iBooks Author bastelt iPad optimierte E-Books mit Seitenlayout, nicht mit responsive Design. Als nächstes öffnet sich vor uns eine recht traditionelle Layoutsoftware, in die wir jetzt unser E-Book übertragen…

iBooks Author Arbeitsoberfläche

iBooks Author Arbeitsoberfläche

iBooks Author stellt uns eine Formatvorlage bereit, bei der alles kann aber nichts muss. Textfelder sind vorgegeben, können gefüllt aber auch gelöscht werden, wenn man sie nicht benötigt.Auch neue Seiten können einfach hinzugefügt werden.

Neue Seiten in iBooks Author einfügen

Neue Seiten in iBooks Author einfügen

Doch dann die erste Ernüchterung: Wenn ich Text mit Hyperlinks per copy and paste einfüge, übernimmt Author nicht die Links. In meinem Probe-E-Book habe ich eine ganze Menge Links und die jetzt alle noch einmal zu setzen, ist schon ein wenig nervig. Genau wie schon Pages verweigert auch iBooks Author Links auf Bilder zu setzen. Was hat nur Apple gegen Bilder? Es gibt ein Workaround, das hier erklärt wird, das ist aber auch eher suboptimal… Mal sehen, was Author aus meinen Fußnoten macht… Wie ich es schon erwartet hatte, lassen sich mit Copy & Paste auch keine Fußnoten übernehmen.

Textimport in iBooks Author

Textimport in iBooks Author

Auf den zweiten Blick entdecke ich dann, dass ich Text auch automatisch aus Word- oder Pages-Dokumenten importieren kann. Dabei werden die Links übernommen, allerdings ist die Formatierung futsch und alles mehr oder weniger Plaintext. So wurde zwar die Einrückung meiner Zitate übernommen, aber ignoriert, dass sie in einer anderen Schriftart und -größe waren. Ferner wurden zwar die hochgestellten Zahlen der Fußnoten übernommen, die Fußnoten selbst wurden hingegen rausgelöscht.

iBooks Author übernimmt beim Import nicht verschiedene Schriftarten

iBooks Author übernimmt beim Import nicht verschiedene Schriftarten

Du solltest auf jeden Fall vor dem Import aus jedem Kapitel ein eigenes Word-Dokument erstellen, da ansonsten dein komplettes Word-Doument in ein Kapitel fließt. Bilder und das Inhaltsverzeichnis konnte Author hingegen ohne größere Probleme importieren. Beim Inhaltsverzeichnis stimmen die Seitenzahlen jetzt nicht mehr, da mein Word-Dokument in DinA4 und nicht im iPad-Format angelegt war. Aber das ist auch gar nicht nötig, denn iBooks Author erstellt ein automatisches Inhaltsverzeichnes, sofern man die Kapitel richtig formatiert hat.

Das fertige E-Book lässt sich dann als iBook, als PDF oder als Plaintext exportieren. Außerdem kann man es direkt im iBooks Store veröffentlichen. Vorausgesetzt natürlich man hat alle Bedingungen dafür erfüllt.

Den Code kann ich mir diesmal  nicht ansehen, da iBooks Author proprietär ist und mir dies nicht gestattet. Genausowenig kann ich das iBook irgendwoanders verwenden als im iBooks-Universum.

Fazit

Für unseren konkreten Anwendungsfall, in dem ein E-Book quasi schon fertig im Worddokument vorliegt, ist iBooks Author nicht geeignet, da ein großer Teil unserer Arbeit nicht übernommen werden kann. Dennoch erscheint mir iBA – wie ich es jetzt einfach mal abkürze, weil der Name viel zu lang ist – als ein solides Tool und besonders Menschen, die schon zuvor mit klassischen Layout-Programmen wie InDesign gearbeitet haben, werden sich hier wohlfühlen.
Das größte Manko ist natürlich die gewollt künstliche Beschränkung des Tools auf den Apple-Cosmos. Daher ist auch der klassische Anwendungsfall für iBA, ein enhanced E-Book, das speziell für das iPad entworfen wurde. Will man hingegen auch (zum Beispiel) den Marktführer Amazon bedienen, lohnt sich eher ein Programm, das ePub schreiben kann. Denn Amazon empfielt die Konvertierung von ePub in kf8.

Das war er also, der dritte Teil meines großen Tests, wie ihr am besten aufs iPad kommt. Auch hier gilt natürlich wieder: wenn ihr Hilfe braucht, weil irgendetwas nicht klappt, könnt ihr euch gerne hier in den Kommentaren oder per Mail melden. Wenn die Frage für mich einfach zu lösen ist, helfe ich in er Regel kostenlos. Wenn ihr hingegen eine größere Hilfe oder Dienstleistung braucht, dann werden wir uns sicher auch einig. Lest auf alle Fälle auch noch den vierten Teil meines Testes, der bald hier erscheint. Und kauft alle mein neues E-Book!

tl;dr

Bei „Die Siedler von Catan“ ist es am Anfang wichtiger möglichst viele verschieden Zahlen zu besetzen als verschiedene Rohstoffe, denn mit einem konstanten Rohstoffnachschub könnt ihr euch alles eintauschen, was ihr nicht habt.

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Vom Word-Dokument zum E-Book für Apple iBooks #1

#1 mit Apple Pages

Schon vor einem halben Jahr erreichte mich die Frage, was denn der beste Weg ist, aus einem Word-Dokument ein E-Book für Apples Plattform iBooks zu machen. Damals antwortete ich, dass ich erst einmal darüber nachdenken müsste und damit bin ich jetzt, 182 Tage später, fertig. Ich hätte sicher auch schneller antworten können, aber ihr kennt das: Es kommt einfach immer etwas dazwischen. Zum Beispiel vier Staffeln Louie am Stück gucken

Ich präsentiere euch jedenfalls den großen Test für den besten Weg aufs iPad!

Wir alle haben einen anderen Workflow beim Erstellen unserer Texte. Ich zum Beispiel schreibe mittlerweile fast alles in Evernote. Andere bevorzugen Google Docs, doch der am weitesten verbreitete Weg, Texte zu erstellen, sind noch immer klassische Textverarbeitungsprogramm wie Microsoft Word* oder Open Office. Wenn Euer Buch dann fertig geschrieben ist, habt ihr aber ein Problem: Das Dokument, das ihr erstellt hab,,t ist kein E-Book, die meisten E-Book-Reader können es nicht öffnen und ihr könnt es quasi nirgendwo verkaufen. Bei Amazon könnt ihr theoretisch euer Word-Dokument direkt in der kdp-Plattform hochladen, allerdings würde ich das niemandem empfehlen. Ihr solltet möglichst immer versuchen, die maximale Kontrolle über euer E-Book zu behalten und das bedeutet, dass ihr es erst in das Format ePub umwandeln solltet, von dem ihr dann weitgehend verlustfrei in Amazons Format kf8 umwandeln könnt. Zudem eröffnet ePub euch auch die Möglichkeit direkt in Apples iBooks zu gelangen, denn Apple bietet euch nicht die Möglichkeit, eure Word-Dokumente auf der Plattform automatisch umwandeln zu lassen.

Ihr könnt das Umwandeln natürlich auch kommerziellen Anbietern überlassen. Auch ich übernehme das gerne für euch, gegen eine kleine Gebühr, die euch nicht in den Ruin treiben wird. Fragt mich einfach per E-Mail. Wenn ihr aber lieber kein Geld dafür ausgeben möchtet, dann könnt ihr es eben auch selbst machen.

Also wie kommen wir vom Word-Dokument in den iBooks-Store?

Als Kandidaten treten an:

  1. Apple Pages
  2. Apple iBooks Author
  3. Calibre
  4. Sigil (Und andere Texteditoren)

Als ersten Kandidaten wähle ich Apples eigenes Textverarbeitungsprogramm Pages. Pages gibt es für 17,99 € für den Mac. Einen Mac braucht ihr nämlich auf jeden Fall, wenn ihr E-Books in Apples Store anbieten wollt. Denn am Ende einer langen Kette von Arbeitsschritten müsst ihr eure E-Books nämlich mit iTunes Producer auch iBooks hochladen. Und iTunes Producer gibt es nur für den Mac.
Pages hat einige Nachteile gegenüber dem Platzhirsch Word, aber es bietet eine nette kleine Exportfunktion für E-Books.

Der E-Book-Export von Pages

Der E-Book-Export von Pages

Falls ihr euer Buch schon in Word erstellt habt,  könnt ihr das Dokument dann mit Pages öffnen und im nächsten Schritt als ePub exportieren…

Zu Testzwecken habe ich mal ein komplettes Buch in Pages formatiert und zwar mit einigen Herausforderungen… Diese waren etwa:

  • ein Deckblatt
  • Links
  • Fußnoten
  • verschiedene Schriftarten
  • Einrückungen
  • sowie Aufzählungen.

Bei einer Sache ging Pages schon vor dem Export in die Knie. Das Programm kann Hyperlinks zwar auf Text, jedoch nicht auf Bilder legen…

Doch kommen wir zum E-Book-Export von Pages

Exportoptionen von Pages

Exportoptionen von Pages

Mit zwei Klicks kann ich Titel des E-Books, Autor und Kategorie bestimmen. Nachdem ich den Speicherort bestimmt habe, ist die Sache auch schon geritzt und ich bekomme sogar noch Fehlermeldungen angezeigt.

Fehlermeldungen des E-Book-Export

Fehlermeldungen des E-Book-Export

Fußzeilen sind mir egal, das waren nur Seitenzahlen und da ein ePub ja nicht seitenbasiert ist, benötige ich auch keine Seitenzahlen. Nicht so nett ist hingegen, dass mir Hintergrundobjekte verweigert wurden, denn das dürfte mein Deckblatt zerfetzt haben. Doch werfen wir mal einen Blick in das E-Book. Da wir es ja für iBooks gemacht haben, soll uns auch iBooks zeigen, wie es geworden ist.

Okay, beim Deckblatt wurde mir also nicht nur das Bild sondern alles entfernt. Das ist jetzt eher suboptimal… Auch im Impressum hat Pages Fehler gemacht, die zu breite Fußzeile, die auf die nächste Seite umbricht, könnte ich mir noch selbst ankreiden, allerdings war vor dem Flattr-Button definitiv ein Zeilenumbruch.

Fehler im Impressums-Layout

Fehler im Impressums-Layout

Die nächste Enttäuschung ist das von Pages selbst generierte Inhaltsverzeichnis. Beim E-Book-Export ist es kurzerhand aus dem Dokument geworfen worden. Allerdings hat Pages (offensichtlich) aus den Überschriften ein neues, ePub-konformes Inhaltsverzeichnis erstellt.

ePup-Inhaltsverzeichnis

ePup-Inhaltsverzeichnis

Bei den Links hat Pages hingegen fein gearbeitet, sie wurden sauber übernommen und auch die Fußnoten wurden in Endnoten umgewandelt. Meine Einrückungen hat Pages aber nicht sauber exportiert, dennoch sind die Zitate nach dem Export noch immer gut vom restlichen Text abgehoben.

Zitat-Format nach dem Pages-Export

Zitat-Format nach dem Pages-Export

Auch die verschiedenen Schriftarten wurden nicht übernommen, allerdings stellt sich hier die Frage, ob das ein Bug oder ein Feature ist. Werfen wir dafür doch mal einen Blick auf den Code:

Der Blick verrät uns, dass die Schriftaten tatsächlich nicht exportiert wurden. Das dürfte vorsorglich wegen der Copyright-Problematik geschehen sein. Ein ePub ist ja nichts weiter als eine Container-Datei, ähnlich einer ZIP-Datei. Entsprechend kann man sie auch entpacken und kommt so an integrierte Schriftarten. Hier habe ich schon einmal beschrieben, wie ihr vorgehen solltet, wenn ihr euer E-Book um Schriften bereichern wollt.

Der Blick in den Code hat noch ein weiteres Schmankerl offenbart: Pages wandelt in ePub3 um. Das ist der aktuelle Standard des IDPF, allerdings ist es bei weitem noch keine Selbstverständlichkeit, dass dieser auch befolgt wird. Viele Programme sind immer noch auf dem 2er Niveau …

Von Pages generiertes HTML

Von Pages generiertes HTML

Insgesamt wirkt das HTML recht aufgeräumt. Sicher, man kann sich fragen, ob man wirklich für jeden Paragrafen eine eigene Klasse anlegen muss und warum Pages einerseits eine CSS-Datei angelegt hat, andererseits aber CSS-Befehle inline in das div-Tag schreibt, genauso kann man fragen, wie sinnvoll der Befehl „line-break:strict“ ist, aber das mögen andere entsheiden. Ich für meinen Teil, habe da schon weitaus schlimmeres gesehen.

Auch die eigentliche CSS-Datei sieht ganz ordentlich aus, wenngleich sie etwas aufgebläht ist einerseits wegen der vielen Klassen, die Pages angelegt hat, andererseits, weil dort sehr viel Werte mit „0“ aufgeführt sind, die auch einfach weggelassen werden könnten.

CSS von Pages

CSS von Pages

Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Hier sehen wir auch, dass Pages die Schriftarten ins CSS geschrieben hat. Falls der E-Reader also von Hause aus Schriftsätze mitbringt, kann er sie auch anzeigen. Wünschenswert wäre in diesem Fall allerdings gewesen, dass als Fall-Back-Option auch noch im CSS steht, ob es sich um eine Schrift mit Serifen handelt oder nicht. So wird in iBooks alles gandenlos mit Serifen angezeigt.

Was sagt der ePub-Checker?

Alles im grünen Bereich: Lediglich zwei Namen von Bildern enthalten Leezeichen, aber das könnt ihr ja berücksichtigen, bevor ihr Bilder in Pages einbindet.

Test in einem anderen E-Reader

Zur Kontrolle habe ich das E-Book auch noch einmal in Adobe Digital Editions geöffnet. Dort offenbarte sich noch ein Anzeigefehler, der darauf hindeutet, dass der Code nicht durchweg sauber ist, sondern noch nachbearbeitet werden muss.

Anzeigefehler in Digital Editions

Anzeigefehler in Digital Editions

Okay, eines fiel mir noch auf: Pages schreibt sich selbst als Autor in die Metadaten. Das ist dann doch etwas größenwahnsinnig und sollte korrigiert werden…

Fazit

Das E-Book, das von Pages exportiert wurde, ist ziemlich ordentlich, muss jedoch in einem Texteditor ein wenig nachbearbeitet werden. Ein paar Kleinigkeiten kann man schon vor dem Export beachten: Das Cover direkt als Bilddatei einfügen, Dateinamen ohne Leerzeichen und kein Inhaltsverzeichnis erstellen. Der Nachteil von Pages ist sein Preis. Als einziger Kandidat in diesem Test kostet das Programm etwas. Alles in allem bietet es für seinen Preis aber eine solide Leistung.

Zum Schluss noch ein bisschen Werbung:

  1. Falls Ihr übrigens neugierig auf mein E-Book geworden seid, könnt ihr es für nicht einmal einen Euro bekommen.
  2. Falls ihr Probleme mit eurem exportierten E-Book habt, werfe ich gerne einen Blick darauf. Der erste Blick mitsamt guten Tipps ist sogar kostenlos! Eine E-Mail an mich reicht.
  3. Verpasst auch nicht den zweiten Teil meines großen Tests, wenn ich mich mit Apple iBooks Author auseinandersetzen werde!

tl;dr

Pfannekuchen kann man schön fluffig machen, wenn man das Eigelb vom Eiweis trennt, das Eiweis steif schlägt und dann unter den fertigen Pfannekuchenteig hebt…

*hinterhältiger Affili-Link: Wenn ihr das Produkt kauft, bekomme ich eine winzige Prämie und freue mich.

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Mavericks wirft seinen Schatten voraus

Noch im September 2013 soll die neueste Version von Apples Desktop-Betriebssystem Mac OS X Mavericks erscheinen. Für uns Freunde des E-Books bedeutet das vor allem, dass Apples E-Book-Lese-App iBooks endlich auch auf dem Mac erhältlich sein wird. Ich bin weit davon entfernt, ein Apple-Fanboy zu sein, aber dennoch muss ich sagen, dass iBooks die zurzeit mit Abstand beste Plattform für E-Books ist, weswegen ich mich sehr freue, dass die zukünftig auf dem Mac zu finden sein wird.
Für die E-Production bedeutete die Änderung vor allem eines: Wenn ihr interaktive E-Books macht, müsst ihr in Zukunft berücksichtigen, dass ihr in JavaScript neben Touch-Events auch Mouse-Events benötigt.

Nähere Infos findet ihr in der neuesten Version von Apples iBooks Asset Guide (5.1.2)

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Apple iBooks und die ISBN

Gestern gab es ein iBooks-Update und seit dem ist die ISBN in iBooks überflüssig. Das ist sehr erfreulich vor allem für Indie-Publisher, denn wie ich bereits schrieb, kostet eine Einzel-ISBN überzogene 80 Euro.

Apple ersetzt jetzt endlich dieses bürokratische Monster, das in Zeiten der Volltextsuche komplett überflüssig geworden ist, durch eine interne Kennnummer. Mit dieser „vendor ID“ kann man auf seine angelieferten E-Books zugreifen und diese auch zu einem späteren Zeitpunkt ändern. Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber wenn ich das richtig sehe, steht dem ungehinderten Publizieren auf iBooks nichts mehr im Wege…

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Neue Wege #6

Was geschah rund um neue Wege des Publizierens in letzter Zeit?

24.11.2012
Nachdem uns in den letzten Wochen eher Amazon mit seinen DRM-Possen erfreute, darf mal wieder Kollege Apple ran, der sich selbst das schöne Wörtchen ‚Zensur‘ immer mal wieder groß auf die Fahnen schreibt.
Die Süddeutsche berichtet nun von einem Fall, da zwei dänische Sachbücher über die dortige Hippiebewegung aus iBooks verbannt wurden, weil sie zu viel nackte Haut zeigten. Der Autor, gar nicht dumm, bedeckte primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale via Photoshop mit leckeren roten Äpfeln. Zwischenzeitlich war dies genug für Apple, bis jemandem die Ironie auffiel und wenn Apple etwas weniger mag als Sex, dann ist es Ironie. Ergo sind die E-Books wieder gesperrt.

23.11.2012
Die FAZ bemüht mal wieder das Bild vom gläsernen Leser und macht das so, wie man es von der FAZ nicht anders erwartet: Natürlich steht uns der Untergang des Abendlandes bevor, aber das auf höchstem Niveau. Worum es geht? Im Grunde um eine triviale Wahrheit: Sobald Bücher digital sind, kann man das Leseverhalten tracken. Genau wie Milliarden von Webseiten dies bereits via Google Analytics und Co. tun und nicht viel anders wie es seit Jahrzehnten mit den Einschaltquoten im Fernsehen abläuft. Die FAZ mahnt allerdings an, dass dadurch Autoren unter Druck gesetzt würden, für den Massengeschmack kompatible Werke zu schaffen. Hmmm, wenn ich die Mischung der Bestsellerlisten aus skandinavischen Thrillern, Young-Adult-Fantasy und neuerdings Softpornos mit Haue anschaue, dann kann nur sagen: Gnade uns Gott, vor einer bösen E-Book-Welt, in der nicht mehr die Hochkultur des nur seinem Gewissen verpflichteten Autors über das Gute, Wahre und Schöne entscheidet!

22.11.2012
Science Daily stellt uns den Klassenraum der Zukunft vor und weissagt, dass star-trek-eske Multi-Touch-Tische unseren Kindern zukünftig besser Mathe beibringen werden, als es die abgegriffenen Bücher taten, die wir noch rituell in der ersten Woche eines jeden Schuljahres mit Schutzumschlag versehen mussten und wo immer irgendwo drinstand, dass Olaf Caro liebt und Frank doof ist.

22.11.2012
e-book-news.de berichtet über einen Aspekt der Buchpreisbindung, der mir bislang unbekannt war: E-Books von Selbstverlegern unterliegen dieser anscheinend nicht. E-book-news.de schreibt aber auch, warum sich das bald ändern könnte.

18.11.2012
Tja, mit der Financial Times Deutschland ist es jetzt wohl auch vorbei. Richard Gutjahr gibt dafür „5 cent“ und konstatiert die unbequeme Wahrheit „Natürlich wird es in Zukunft noch gedruckte Zeitungen geben, genauso wie es im Central Park von Manhattan heute auch noch Pferdekutschen gibt.“ Richard Gutjahr belässt es aber nicht dabei, sondern analysiert ziemlich treffend, was bei den Zeitungsverlagen im Argen liegt.
An Gutjahr anschließend analysiert die Titanic am 19.11.2012 wie es um die anderen großen Zeitungen in Deutschland steht.

11.10.2012
Schon etwas älter, stieß ich diese Woche auf den E-Reader-Test von Chip.de. Wer also ein Weihnachtsgeschenk sucht, der wird hier fündig. Wenig überraschend gewinnt der Kindle. Allerdings möchte ich diesem Ergebnis all die Probleme mit Amazon und dem Format Mobi entgegenstellen, die ich oft schon angesprochen habe. Lest einfach dieses Blog.

Zum Schluss mal wieder ein E-Production-Tool
BlueGriffon bietet sowohl einen WYSIWYG-Editor für ePub2 und ePub3 an, als auch einen Validator für ePub3. Das ganze gibt es nicht umsonst, der Editor kostet 195 € und ist somit zumindest wesentlich günstiger als InDesign. Man kann ihn in einer „read-only“-Variante herunterladen und sich so schon einmal überzeugen, ob er etwas taugt. Der Validator kostet als Firefox add-on 35 €.

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Preisentwicklung bei E-Books 2012 – KW47

Eine weitere Woche ist rum und hier die aktuelle Preisentwicklung bei E-Books.
Erstaunliches hat sich bei Amazon getan, da hat „Der 7. Tag“ von Nika Lubitch die „Shades“-Trilogie von Platz 1 verdrängt.
So hat dann auch der Neueinstieg von günstigen Büchern und das Verdrängen von Nele Neuhaus: „Böser Wolf“ aus den Top 10 dafür gesorgt, dass der Durchschnittspreis gewaltig gefallen ist.

Amazon-Durchschnittspreis: 5,95 €

Teuerstes Buch ist diesmal „Shades of Grey 3 / Befreite Lust“ von E. L. James, Andrea Brandl und Sonja Hauser für 9,99 €* und das günstigste bleibt „Die Scheune“ von Marion Schreiner fü 0,99€.

Google Play Käufer, mutmaßlich also alle, die über Android-Devices lesen, sind diesmal nicht länger die Sparfüchse, bleiben sich aber mit Grimms Märchen für 0,99 und dieser Hitler-Satire für 14,99 treu, was billigstes und teuerstes Buch anbelangt.

Google-Play-Durchschnittspreis: 6,69 €

Auch iBooks-Leser bleiben sich treu mit Nele Neuhaus „Böser Wolf“ für 16,99 €.als teuerstem und „Psychologie: Wie das Leben gelingt“ von Johanna Romberg für 0,99 € als günstigstem Buch. Allerdings drücken ein paar weitere Lebenshilfeschnäppchen für 0,99 € Den Durchschnitt etwas.

Der Durchschnittspreis bei Apple: 8,99 €.

Alles in allem liegt der durchschnittliche E-Book-Preis in dieser Woche also bei: 7,21 €

Nach drei Wochen hat sich der Allzeit-Durchschnittspreis für E-Books insgesamt auf 6,96 € eingependelt.

Was die inhaltliche Qualität der Bücher anbelangt, so empfehle ich dem Urteil meines Lieblingskritikers blind zu vertrauen:

Denis Scheck bespricht die Top 10 -Beletristik

*Bei gleichen Preisen, nehme ich das höher platzierte Buch.

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