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iBooks Author kann jetzt auch ePub exportieren

Mottet die Texteditoren ein und kündigt das InDesign-Abo: iTunes Author kann jetzt ePub exportieren. Das bedeutet, ihr könnt eure E-Books für ALLE Shops jetzt in iBooks Author layouten. Wie man ePub dann für Amazon umwandelt, hatte ich hier bereits geschrieben.

Was war der Ärger groß, als Apple 2012 sein E-Book-Layout-Programm iBooks Author vorstellte. Denn statt den offenen und freien Standard ePub zu unterstützen, setzte Apple auf ein eigenes Format: .ibook. Die so erstellten E-Books konnte man entsprechend nur innerhalb des Apple-Cosmos lesen und verkaufen. Doch damit ist jetzt endlich Schluss.

Heute erreichte mich der E-Book-Newsletter von Apple, der mich über die neuesten Änderungen informiert rund um alles, was bei Apple mit E-Books zu tun hat. und dort steht unter anderem:

iBooks Author now allows you to export books in the EPUB 3 format. This lets you create media-rich books for iBooks as well as other ebook readers that support EPUB. Select one of the new iBooks Author EPUB templates and start adding movies, galleries, and HTML widgets to your book.

Wenn das stimmt, dann haben wir mit iBooks Author den ersten wirklich funktionierenden What-You-See-Is-What-You-Get-Editor und damit mal wieder ein echter Game-Changer. Wie schön der Code ist, den Apples Programm schreibt, kann ich zur Zeit aber noch nicht sagen. Das muss ich bei Zeiten mir mal angucken.

Was? iBooks Author ist gar nicht das erste WYSIWYG-Programm für E-Book-Lauyout? Du kennst ein besseres? Dann raus damit! Empfehle es mir in den Kommentaren und ich check aus, was es so kann!

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Bilder in einem E-Book für Apples iBooks

Mir wurde schon vor zwei Wochen folgende Frage gestellt:
„Ich mache ein Bilderbuch mit iBooks Author und bin mir nicht ganz im Klaren, welche Dateigröße beim Hochladen sinnvoll ist, damit die Bilder bildschirmfüllend und schön scharf sind, auch bei verschiedenen Tablets?“
Und da mir das ePub-Format am Herzen liegt, beantworte ich die Frage für beide Formate. Auch wenn im oben skizzierten Fall Author sicher das beste Werkzeug ist.
Die Antwort auf diese und viele weitere Fragen findet ihr einerseits im „iBooks
 Publisher User Guide“ und andererseits in der iBooks Author Hilfe. Den Publisher User Guide solltet ihr euch sowieso mal zu Gemüte führen, wenn ihr nicht ein paar unangenehme Überraschungen erleben wollt, sobald ihr euer E-Book dann mit iTunes Producer zu iBooks hochgeladen habt. Den User Guide findet ihr in eurem Itunes-Connect-Konto unter „Ressourcen und Hilfe“.
iTunes Connect Screenshot

iTunes Connect Screenshot

Die Author-Hilfe gibts unter den entsprechendem Reiter in Author.
iBooks Author Hilfe

Screenshot: iBooks Author Hilfe

Beim Publisher User Guide macht Apple zunächst einmal Vorgaben, wie groß euer Cover sein soll: 1400 x 1873 Pixel. Das ist eine ganze Menge, sorgt aber dafür, dass das Cover auch bei den Retina-Displays noch gut aussieht. Als Format gibt Apple JPG oder PNG vor. Meine Empfehlung ist hier ganz klar PNG, da es dabei zu weniger Kompressionsartefakten kommt, wie sie bei JPG typisch sind.
Insgesamt gilt dann auch: je größer, desto besser. Die Grenze ist dabei die Dateigöße: Ein ePub darf nicht größer als zwei Gigabyte sein, Apple empfiehlt aus Performance-Gründen eine Größe von weniger als einem GB. Auch für Screenshots, die auf eurer Produktseite im iBooks Store angezeigt werden, macht Apple Vorgaben:
„Screenshots must be full-sized iPad images in the PNG or JPEG format with a size of 1024 x 768, 768 x 1024, 2048 x 1536, or 1536 x 2048 pixels. For a cleaner look, you can also remove the status bar from your screenshots, making the size 1024 x 748, 768 x 1004, 2048 x 1496, or 1536 x 2008 pixels.“
Ich denke, dass sind ganz nützliche Zahlen für die Bildergrößen innerhalb eures E-Books, denn durch Doppeltippen oder -klicken könnt ihr ja Bilder in iBooks in den Vollbildmodus holen.Und da sollen sie dann schließlich auch noch gut aussehen.
Schauen wir mal in die Author-Hilfe, ob wir noch weitere Infos finden. In der Author-Hilfe finden wir tatsächlich weitere Zahlen. Da heißt es zunächst einmal:
„Wichtig: Die Bilder dürfen höchstens 25 Megapixel (5000 x 5000 Pixel) bzw. 50 MB groß sein.“
Bei den Dateiformaten lässt Author auch noch zusätzlich GIF zu. Ach ja, und in einem ePub könnt ihr auch SVG benutzen, was ich euch empfehle, wann immer es möglich ist. Da SVG eine Vektor-Graphik ist und somit in jedem Zoomfaktor gut aussieht. Einen habe ich noch, Apple gibt nämlich noch Infos aus, um sein mit Author erstelltes iBook zu optimieren und da heißt es:
Interaktive Bilder für Retina-Displays sollten 4096 Pixel breit sein, für die öden-schnöden Diplays reichen 2048 Pixel. Normale Bilder sollen 2048 Pixel und entsprechend 1024 Pixel breit sein. Ein Keynote-Widget sollte Folien in den Größen 2048 x 1536 oder 1024 x 768 enthalten. Und zu guter letzt heißt es da für 3D-Objekte „Verwenden Sie bis zu 50.000 mäßig strukturierte Polygone“ beziehungsweise 20.000 für die Nicht-Retina-Variante.
Falls ihr mich fragt, ob ihr für Retina oder nicht entwerfen sollt, dann empfehle ich jederzeit Retina. Denn die Zukunft hat schon gestern begonnen und ihr wollt doch sicher, dass eure Bücher noch in 100 Jahren glänzen, oder?
Das war’s von mir zu dem Thema. Wenn ich was vergessen habe, dann haut es in die Kommentare. Außerdem freue ich mich über weitere Fragen, auch wenn ich manchmal etwas länger brauche, bevor ich dazu komme, eine Antwort zu schreiben. Bis jetzt habe ich am Ende noch jede Frage beantwortet …

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Vom Word-Dokument zum E-Book von Apple iBooks #4

#4 Mit Sigil

Kommen wir zum vierten und vorletzten Teil, meiner Artikelserie, die versucht, den besten Weg aufs iPad zu finden. Bisher war folgende Kandidaten angetreten:

Nun kommt also das Tool mit dem ich in der Vergangenheit immer meine E-Books gebastelt habe. Sigil ist ein E-Book-Editor, der eine Code-Ansicht bietet, aber auch verspricht, einen What-You-See-Is-What-You-Get-Modus zu haben. Durch die Codeansicht bietet Sigil als einziges Tool in diesem Test die volle Kontrolle über das Ergebnis. Wenn wir unser Buch allerdings hardcoden würden, also direkt in HTML setzen würden, dann müssten wir – wie bei iBooks Author – sehr viel unserer schon getanen Arbeit wiederholen. Denn wir gehen ja davon aus, dass unser E-Book schon fertig formatiert als Word-Dokument vorliegt.

Also schauen wir doch mal, ob Sigil uns noch Alternativen bietet. Aber eines noch vorweg: Sigil hat einen weiteren massiven Nachteil: Das Open-Source-Projekt von Entwickler John Schember wird offiziell nicht mehr weiterentwickelt, da Schember dem Open-Source-Burnout erlegen ist. Sigil unterstützt noch immer nicht ePub3, den neuesten Standard und hat eine Reihe nerviger Bugs. Daher habe ich schon in der Vergangenheit gefragt, ob jemand eine Alternative kennt, leider konnte mir bislang keine genannt werden. Mittlerweile habe ich eine gefunden, dazu aber später. Übrigens steht Sigil als Open Source Software auf GitHub, fühlt euch also frei, das Projekt wieder aufblühen zu lassen. Sigil ist auch nicht komplett tot, es gibt vereinzelte Commits, der letzte ist erst zwei Tage alt. Doch genug Krokodilstränen vergossen schauen wir uns doch mal Sigil an…

Mit großer Macht kommt viel Arbeit. Sigil ermöglicht uns zwar die volle Kontrolle, dafür müssen wir aber unser E-Book von Grund auf aufbauen. Zunächst müssen mal alle Dokumente (Kapitel oder Abschnitte) angelegt werden.

Dokument in Sigil anlegen

Dokument in Sigil anlegen

In dieses Dikument können wir dann unseren Text einfügen. Leider wird im WYSIWYG-Modus keine meiner Formatierungen übernommen. Auch Hyperlinks sind futsch… Und Bilder müssen erst in die ePub-Datei importiert werden, bevor sie in Dokumente eingebunden werden können. Gleiches gilt auch für die Fußnoten: Sie sind schlichtweg futsch.

Sigil übernimmt keine Formatierung

Sigil übernimmt keine Formatierung

Fazit

Damit kann ich schon gleich ein Fazit ziehen: Sigil ist nach wie vor ein schöner Editor, aber genauso wie iBooks Author für unseren aktuellen Zweck ungeeignet. Zumindest für den ersten Entwurf. Wenn ihr euer E-Book mit einer Software generiert habt, die in ePub2 exportiert, dann eignet sich Sigil zur nachbearbeitung. Entsprechend ist es aber nicht geeignet für die Nachbearbeitung des Pages Export, denn der war ja in ePub3. Wer wissen will, was Sigil sonst so zu bieten hat, der oder die beachte diesen Artikel von mir.

Fazit meines Tests

Insgesamt würde ich euch raten, euch nicht allzuviel Mühe mit eurem Word-Dokument zu geben, sondern euch auf diesem Level voll auf euren Text zu konzentrieren. Dann würde ich das Layout komplett in iBooks Author setzen, wenn das E-Book fürs iPad optimiert ist und besonders viel Wert auf die Gestaltung gelegt werden soll. Wenn Ihr hingegen ein E-Book layouten wollt, das auf verschiedenen Plattformen angeboten werden soll, würde ich Pages benutzen und dann mit einem Texteditor die Nachbearbeitung übernehmen. Das war genau der Weg, den ich bei meinem E-Book eingeschlagen habe. Wie genau das ablief erzähle ich dann beim nächsten und letzten Teil dieser Artikelreihe…

Wie immer stehe ich gerne für Ratschläge oder Fehlerbehebung eurer E-Books bereit. Fragt einfach hier in den Kommentaren oder schickt mir eine E-Mail.

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Vom Word-Dokument zum E-Book für Apple iBooks #3

#3 mit Apple iBooks Author

In unserem ersten Teil des großen Tests, was denn wohl die beste Software ist, um E-Books für den Apple-Cosmos zu erzeugen, nahmen wir uns Pages zu Brust und erzielten ein ordentliches aber kein perfektes Ergebnis. Im zweiten Teil bekam dann Calibre eine Chance, fiel aber auf ganzer Linie durch. Mal sehen, wie sich Apples E-Book Profi iBooks Author so anstellt…

Zunächst einmal bildet dieser Teil meines Tests eine Zäsur, denn nachdem wir zwei Programme im Einsatz hatten, die für uns die Arbeit vollautomatisch übernahmen, müssen wir jetzt selbst Hand anlegen. Allerdings beginnt das ganze im Apple-Stil erst einmal recht komfortabel, mit der Formatauswahl. Ich entscheide mich für Querformat und Hochformat einfach.

Formatauswahl in iBooks Author

Formatauswahl in iBooks Author

Das zeigt uns auch schon den größten Unterschied zwischen iBooks Author und herkömmlichen E-Book-Schmiedewerkzeugen: iBooks Author bastelt iPad optimierte E-Books mit Seitenlayout, nicht mit responsive Design. Als nächstes öffnet sich vor uns eine recht traditionelle Layoutsoftware, in die wir jetzt unser E-Book übertragen…

iBooks Author Arbeitsoberfläche

iBooks Author Arbeitsoberfläche

iBooks Author stellt uns eine Formatvorlage bereit, bei der alles kann aber nichts muss. Textfelder sind vorgegeben, können gefüllt aber auch gelöscht werden, wenn man sie nicht benötigt.Auch neue Seiten können einfach hinzugefügt werden.

Neue Seiten in iBooks Author einfügen

Neue Seiten in iBooks Author einfügen

Doch dann die erste Ernüchterung: Wenn ich Text mit Hyperlinks per copy and paste einfüge, übernimmt Author nicht die Links. In meinem Probe-E-Book habe ich eine ganze Menge Links und die jetzt alle noch einmal zu setzen, ist schon ein wenig nervig. Genau wie schon Pages verweigert auch iBooks Author Links auf Bilder zu setzen. Was hat nur Apple gegen Bilder? Es gibt ein Workaround, das hier erklärt wird, das ist aber auch eher suboptimal… Mal sehen, was Author aus meinen Fußnoten macht… Wie ich es schon erwartet hatte, lassen sich mit Copy & Paste auch keine Fußnoten übernehmen.

Textimport in iBooks Author

Textimport in iBooks Author

Auf den zweiten Blick entdecke ich dann, dass ich Text auch automatisch aus Word- oder Pages-Dokumenten importieren kann. Dabei werden die Links übernommen, allerdings ist die Formatierung futsch und alles mehr oder weniger Plaintext. So wurde zwar die Einrückung meiner Zitate übernommen, aber ignoriert, dass sie in einer anderen Schriftart und -größe waren. Ferner wurden zwar die hochgestellten Zahlen der Fußnoten übernommen, die Fußnoten selbst wurden hingegen rausgelöscht.

iBooks Author übernimmt beim Import nicht verschiedene Schriftarten

iBooks Author übernimmt beim Import nicht verschiedene Schriftarten

Du solltest auf jeden Fall vor dem Import aus jedem Kapitel ein eigenes Word-Dokument erstellen, da ansonsten dein komplettes Word-Doument in ein Kapitel fließt. Bilder und das Inhaltsverzeichnis konnte Author hingegen ohne größere Probleme importieren. Beim Inhaltsverzeichnis stimmen die Seitenzahlen jetzt nicht mehr, da mein Word-Dokument in DinA4 und nicht im iPad-Format angelegt war. Aber das ist auch gar nicht nötig, denn iBooks Author erstellt ein automatisches Inhaltsverzeichnes, sofern man die Kapitel richtig formatiert hat.

Das fertige E-Book lässt sich dann als iBook, als PDF oder als Plaintext exportieren. Außerdem kann man es direkt im iBooks Store veröffentlichen. Vorausgesetzt natürlich man hat alle Bedingungen dafür erfüllt.

Den Code kann ich mir diesmal  nicht ansehen, da iBooks Author proprietär ist und mir dies nicht gestattet. Genausowenig kann ich das iBook irgendwoanders verwenden als im iBooks-Universum.

Fazit

Für unseren konkreten Anwendungsfall, in dem ein E-Book quasi schon fertig im Worddokument vorliegt, ist iBooks Author nicht geeignet, da ein großer Teil unserer Arbeit nicht übernommen werden kann. Dennoch erscheint mir iBA – wie ich es jetzt einfach mal abkürze, weil der Name viel zu lang ist – als ein solides Tool und besonders Menschen, die schon zuvor mit klassischen Layout-Programmen wie InDesign gearbeitet haben, werden sich hier wohlfühlen.
Das größte Manko ist natürlich die gewollt künstliche Beschränkung des Tools auf den Apple-Cosmos. Daher ist auch der klassische Anwendungsfall für iBA, ein enhanced E-Book, das speziell für das iPad entworfen wurde. Will man hingegen auch (zum Beispiel) den Marktführer Amazon bedienen, lohnt sich eher ein Programm, das ePub schreiben kann. Denn Amazon empfielt die Konvertierung von ePub in kf8.

Das war er also, der dritte Teil meines großen Tests, wie ihr am besten aufs iPad kommt. Auch hier gilt natürlich wieder: wenn ihr Hilfe braucht, weil irgendetwas nicht klappt, könnt ihr euch gerne hier in den Kommentaren oder per Mail melden. Wenn die Frage für mich einfach zu lösen ist, helfe ich in er Regel kostenlos. Wenn ihr hingegen eine größere Hilfe oder Dienstleistung braucht, dann werden wir uns sicher auch einig. Lest auf alle Fälle auch noch den vierten Teil meines Testes, der bald hier erscheint. Und kauft alle mein neues E-Book!

tl;dr

Bei „Die Siedler von Catan“ ist es am Anfang wichtiger möglichst viele verschieden Zahlen zu besetzen als verschiedene Rohstoffe, denn mit einem konstanten Rohstoffnachschub könnt ihr euch alles eintauschen, was ihr nicht habt.

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Vom Word-Dokument zum E-Book für Apple iBooks #2

#2 mit Calibre

Neulich(tm) fragte mich jemand, wie er am besten aus einem Word-Dokument ein E-Book für Apple machen könne. Im letzten Artikel skizzierte ich schon einmal den Weg, den es zu beschreiten geht, wenn man dafür Apples Textverarbeitungsprogramm Pages nutzen möchte.

Wir sahen, dass das Ergebnis von Pages schon ganz ordentlich ist, aber dass es noch ein Stück weit entfernt ist davon, perfekt zu sein. Heute prüfen wir als nächstes, was die Open-Source-Konkurrenz von Calibre so zu bieten hat. Ich persönlich stehe mit Calibre ja eher auf dem Kriegsfuß. Allerdings wird das kleine Programm von Entwickler Kovid Goyal ja auch weiterentwickelt und so ist es mittlerweile vielleicht brauchbarer oder alternativ ist dies einfach der richtig Anwendungsfall für Calibre. Mal sehen…

Als erstes importieren wir das Word-Dokument in Calibre. Das hat schon mal geklappt, wenngleich Calibre eine komische Cover-Wahl getroffen hat, aber noch sind wir ja nicht fertig.

Calibres Bibliothek

Calibres Bibliothek

Bücher konvertieren mit Calibre

Als nächstes klicken wir auf „Bücher konvertieren“. Im Gegensatz zu den drei Angaben bei Pages, lassen sich in Calibre jede Menge Eigenschaften unseres künftigen E-Books schon vor der Konvertierung angeben. So zeigen wir Calibre ersteinmal unser richtiges Cover und geben eine Hand voll Metadaten wie Titel, Autor usw. an.

Bücher konvertieren in Calibre

Bücher konvertieren in Calibre

Auf der zweiten Seite finden wir eine große Auswahl an Stil-Einstellungen. Ich habe mich mal darauf beschränkt, eine Schriftart einzubetten. Mehr als eine Schriftart konnte ich nicht einbetten, aber vielleicht lag das auch an meinem Unvermögen…

Schriftarten einbinden mittels Calibre

Schriftarten einbinden mittels Calibre und andere Design-Entscheidungen

Auf Seite 3 ermöglicht Calibre, eine Reihe von möglichen Fehlern in der Datei automatisch zu beheben. Da Calibre aber selbst davon abrät, lasse ich lieber die Finger davon… Auf der nächsten Seite können wir Calibre sagen, für welches Ausgabegerät wir unser E-Book basteln. Das ist einerseits schlechter Stil, denn guter Code sollte überall gleich dargestellt werden. Andererseits hat Calibre ja auch nicht ganz unrecht, denn die Reader treffen manchmal schon recht eigenwillige Entscheidungen und da wir eine klare Mission haben – den Weg aufs iPad – entscheide ich mich für diese Option. Calibre bietet noch die Wahl zwischen iPad und iPad 3, was etwas verwirrend ist, da ja auch noch andere Versionen des Tablets existieren. Aber die Erläuterung sagt uns, dass der Unterschied im Retina-Display liegt, das ab der 3. Generation im iPad verbaut wurde.

Ausgabegerät bei Calibre einstellen

Ausgabegerät bei Calibre einstellen

Auf Seite 5 geben wir Calibre Hilfestellungen, wie es die Struktur des E-Books erkennen und aufbauen soll. Da ich mich mit XPath-Ausdrücken nicht auskenne, belasse ich es erst einmal bei den Grundeinstellungen und schaue, was anschließend dabei herauskommt… Bei den Inhaltsverzeichnisoptionen auf Seite 6 habe ich lediglich den Haken bei manuelle Feineinstellungen gesetzt und schau dann mal, was ich da noch machen kann…

Suchen und Ersetzen (Seite 7) wollte ich nicht, dafür habe ich bei der DOCX-Eingabe (Seite 8) gesagt, dass Calibre kein Cover automatisch erkennen soll, denn ich habe ja schon eines von Hand angegeben. Und bei der ePub-Augabe (Seite 9) wählte ich, dass Calibre die Seitenverhältnisse des Covers beibehalten soll.

So das waren die Voreinstellungen, mal sehen, was Calibre daraus macht…

Das von Calibre generierte E-Book

Das eher bescheidene Inhaltsverzeichnis von Calibre

Das eher bescheidene Inhaltsverzeichnis von Calibre

Beim Inhaltsverzeichnis die erste Enttäuschung: Calibre hat nur ein Kapitel mit dem Titel „Anmerkungen“ erstellt. Aber es lässt sich ja von Hand korrigieren… dachte ich mir, doch woher soll ich denn wissen, welchem Kapitel „Index Split 000“ etc entsprechen? Also vorerst kein Inhaltsverzeichnis, mal schauen was sonst so nicht geklappt hat…
Bildschirmfoto 2014-07-07 um 17.04.33
Das mit dem Cover hat zumindest besser geklappt als bei Pages (das braune Nicht-Cover).

Doch dann die Ernüchterung: Das komplette E-Book ist leer. Gut, da werden jetzt sicher einige meckern, dass ich an den falschen Stellschrauben gedreht habe. Aber, sorry, zumindest Text hätte Calibre schon erkennen können. Was auch immer ich falsch eingestellt habe.

Spitzen-E-Book ohne Text!

Spitzen-E-Book ohne Text!

Ein Blick in den Code offenbart, dass der Text da ist, auch wenn der Code so dreckig ist, wie ich es von Calibre seit jeher gewohnt bin…

Von Calibre generiertes HTML

Von Calibre generiertes HTML

Also muss da im CSS irgendetwas kolossal schief gegangen sein. Ich könnte mich jetzt auf die Fehlersuche begeben, aber ehrlich gesagt habe ich nicht das geringste Interesse daran. Calibre ist ein solcher Rohrkrepierer, dass ich mich lieber dem nächsten Kandidaten im Test zuwende und meine Zeit mit dem verschwende. Zumal Pages ja schon passable Ergebnisse lieferte…

Falls jemand von euch sachdienliche Hinweise hat, was da schiefgelaufen ist, bitte ich um einen Kommentar!

Fazit

Durchgefallen! Calibre ist für unseren Zweck (mal wieder) schlichtweg ungeeignet. Calibre ist quasi der König Joffrey unter der E-Book-Software…

König Joffrey

König Joffrey

Und zum Abschluss noch einmal Werbung

  1. Den ersten Teil meines großen Tests findet ihr hier
  2. Wenn ihr sehen wollt, was am Ende aus meinem E-Book wurde, dann könnt ihr es für nur 99 Cent kaufen. Hier erfahrt ihr mehr
  3. Hat Calibre euer E-Book kaputt gemacht? Ich helfe euch weiter. Erste Hilfe gibt es sogar kostenlos. Eine E-Mail an mich und ihr bekommt weitere Infos…
  4. Verpasst nicht den dritten Teil unseres großen Tests um den besten Weg in den iBook-Store zu finden…

tl;dr

Zahnseide sollte man vor dem Zähneputzen benutzen und nicht danach, da sie besser zur Vorreinigung geeignet ist…

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Vom Word-Dokument zum E-Book für Apple iBooks #1

#1 mit Apple Pages

Schon vor einem halben Jahr erreichte mich die Frage, was denn der beste Weg ist, aus einem Word-Dokument ein E-Book für Apples Plattform iBooks zu machen. Damals antwortete ich, dass ich erst einmal darüber nachdenken müsste und damit bin ich jetzt, 182 Tage später, fertig. Ich hätte sicher auch schneller antworten können, aber ihr kennt das: Es kommt einfach immer etwas dazwischen. Zum Beispiel vier Staffeln Louie am Stück gucken

Ich präsentiere euch jedenfalls den großen Test für den besten Weg aufs iPad!

Wir alle haben einen anderen Workflow beim Erstellen unserer Texte. Ich zum Beispiel schreibe mittlerweile fast alles in Evernote. Andere bevorzugen Google Docs, doch der am weitesten verbreitete Weg, Texte zu erstellen, sind noch immer klassische Textverarbeitungsprogramm wie Microsoft Word* oder Open Office. Wenn Euer Buch dann fertig geschrieben ist, habt ihr aber ein Problem: Das Dokument, das ihr erstellt hab,,t ist kein E-Book, die meisten E-Book-Reader können es nicht öffnen und ihr könnt es quasi nirgendwo verkaufen. Bei Amazon könnt ihr theoretisch euer Word-Dokument direkt in der kdp-Plattform hochladen, allerdings würde ich das niemandem empfehlen. Ihr solltet möglichst immer versuchen, die maximale Kontrolle über euer E-Book zu behalten und das bedeutet, dass ihr es erst in das Format ePub umwandeln solltet, von dem ihr dann weitgehend verlustfrei in Amazons Format kf8 umwandeln könnt. Zudem eröffnet ePub euch auch die Möglichkeit direkt in Apples iBooks zu gelangen, denn Apple bietet euch nicht die Möglichkeit, eure Word-Dokumente auf der Plattform automatisch umwandeln zu lassen.

Ihr könnt das Umwandeln natürlich auch kommerziellen Anbietern überlassen. Auch ich übernehme das gerne für euch, gegen eine kleine Gebühr, die euch nicht in den Ruin treiben wird. Fragt mich einfach per E-Mail. Wenn ihr aber lieber kein Geld dafür ausgeben möchtet, dann könnt ihr es eben auch selbst machen.

Also wie kommen wir vom Word-Dokument in den iBooks-Store?

Als Kandidaten treten an:

  1. Apple Pages
  2. Apple iBooks Author
  3. Calibre
  4. Sigil (Und andere Texteditoren)

Als ersten Kandidaten wähle ich Apples eigenes Textverarbeitungsprogramm Pages. Pages gibt es für 17,99 € für den Mac. Einen Mac braucht ihr nämlich auf jeden Fall, wenn ihr E-Books in Apples Store anbieten wollt. Denn am Ende einer langen Kette von Arbeitsschritten müsst ihr eure E-Books nämlich mit iTunes Producer auch iBooks hochladen. Und iTunes Producer gibt es nur für den Mac.
Pages hat einige Nachteile gegenüber dem Platzhirsch Word, aber es bietet eine nette kleine Exportfunktion für E-Books.

Der E-Book-Export von Pages

Der E-Book-Export von Pages

Falls ihr euer Buch schon in Word erstellt habt,  könnt ihr das Dokument dann mit Pages öffnen und im nächsten Schritt als ePub exportieren…

Zu Testzwecken habe ich mal ein komplettes Buch in Pages formatiert und zwar mit einigen Herausforderungen… Diese waren etwa:

  • ein Deckblatt
  • Links
  • Fußnoten
  • verschiedene Schriftarten
  • Einrückungen
  • sowie Aufzählungen.

Bei einer Sache ging Pages schon vor dem Export in die Knie. Das Programm kann Hyperlinks zwar auf Text, jedoch nicht auf Bilder legen…

Doch kommen wir zum E-Book-Export von Pages

Exportoptionen von Pages

Exportoptionen von Pages

Mit zwei Klicks kann ich Titel des E-Books, Autor und Kategorie bestimmen. Nachdem ich den Speicherort bestimmt habe, ist die Sache auch schon geritzt und ich bekomme sogar noch Fehlermeldungen angezeigt.

Fehlermeldungen des E-Book-Export

Fehlermeldungen des E-Book-Export

Fußzeilen sind mir egal, das waren nur Seitenzahlen und da ein ePub ja nicht seitenbasiert ist, benötige ich auch keine Seitenzahlen. Nicht so nett ist hingegen, dass mir Hintergrundobjekte verweigert wurden, denn das dürfte mein Deckblatt zerfetzt haben. Doch werfen wir mal einen Blick in das E-Book. Da wir es ja für iBooks gemacht haben, soll uns auch iBooks zeigen, wie es geworden ist.

Okay, beim Deckblatt wurde mir also nicht nur das Bild sondern alles entfernt. Das ist jetzt eher suboptimal… Auch im Impressum hat Pages Fehler gemacht, die zu breite Fußzeile, die auf die nächste Seite umbricht, könnte ich mir noch selbst ankreiden, allerdings war vor dem Flattr-Button definitiv ein Zeilenumbruch.

Fehler im Impressums-Layout

Fehler im Impressums-Layout

Die nächste Enttäuschung ist das von Pages selbst generierte Inhaltsverzeichnis. Beim E-Book-Export ist es kurzerhand aus dem Dokument geworfen worden. Allerdings hat Pages (offensichtlich) aus den Überschriften ein neues, ePub-konformes Inhaltsverzeichnis erstellt.

ePup-Inhaltsverzeichnis

ePup-Inhaltsverzeichnis

Bei den Links hat Pages hingegen fein gearbeitet, sie wurden sauber übernommen und auch die Fußnoten wurden in Endnoten umgewandelt. Meine Einrückungen hat Pages aber nicht sauber exportiert, dennoch sind die Zitate nach dem Export noch immer gut vom restlichen Text abgehoben.

Zitat-Format nach dem Pages-Export

Zitat-Format nach dem Pages-Export

Auch die verschiedenen Schriftarten wurden nicht übernommen, allerdings stellt sich hier die Frage, ob das ein Bug oder ein Feature ist. Werfen wir dafür doch mal einen Blick auf den Code:

Der Blick verrät uns, dass die Schriftaten tatsächlich nicht exportiert wurden. Das dürfte vorsorglich wegen der Copyright-Problematik geschehen sein. Ein ePub ist ja nichts weiter als eine Container-Datei, ähnlich einer ZIP-Datei. Entsprechend kann man sie auch entpacken und kommt so an integrierte Schriftarten. Hier habe ich schon einmal beschrieben, wie ihr vorgehen solltet, wenn ihr euer E-Book um Schriften bereichern wollt.

Der Blick in den Code hat noch ein weiteres Schmankerl offenbart: Pages wandelt in ePub3 um. Das ist der aktuelle Standard des IDPF, allerdings ist es bei weitem noch keine Selbstverständlichkeit, dass dieser auch befolgt wird. Viele Programme sind immer noch auf dem 2er Niveau …

Von Pages generiertes HTML

Von Pages generiertes HTML

Insgesamt wirkt das HTML recht aufgeräumt. Sicher, man kann sich fragen, ob man wirklich für jeden Paragrafen eine eigene Klasse anlegen muss und warum Pages einerseits eine CSS-Datei angelegt hat, andererseits aber CSS-Befehle inline in das div-Tag schreibt, genauso kann man fragen, wie sinnvoll der Befehl „line-break:strict“ ist, aber das mögen andere entsheiden. Ich für meinen Teil, habe da schon weitaus schlimmeres gesehen.

Auch die eigentliche CSS-Datei sieht ganz ordentlich aus, wenngleich sie etwas aufgebläht ist einerseits wegen der vielen Klassen, die Pages angelegt hat, andererseits, weil dort sehr viel Werte mit „0“ aufgeführt sind, die auch einfach weggelassen werden könnten.

CSS von Pages

CSS von Pages

Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Hier sehen wir auch, dass Pages die Schriftarten ins CSS geschrieben hat. Falls der E-Reader also von Hause aus Schriftsätze mitbringt, kann er sie auch anzeigen. Wünschenswert wäre in diesem Fall allerdings gewesen, dass als Fall-Back-Option auch noch im CSS steht, ob es sich um eine Schrift mit Serifen handelt oder nicht. So wird in iBooks alles gandenlos mit Serifen angezeigt.

Was sagt der ePub-Checker?

Alles im grünen Bereich: Lediglich zwei Namen von Bildern enthalten Leezeichen, aber das könnt ihr ja berücksichtigen, bevor ihr Bilder in Pages einbindet.

Test in einem anderen E-Reader

Zur Kontrolle habe ich das E-Book auch noch einmal in Adobe Digital Editions geöffnet. Dort offenbarte sich noch ein Anzeigefehler, der darauf hindeutet, dass der Code nicht durchweg sauber ist, sondern noch nachbearbeitet werden muss.

Anzeigefehler in Digital Editions

Anzeigefehler in Digital Editions

Okay, eines fiel mir noch auf: Pages schreibt sich selbst als Autor in die Metadaten. Das ist dann doch etwas größenwahnsinnig und sollte korrigiert werden…

Fazit

Das E-Book, das von Pages exportiert wurde, ist ziemlich ordentlich, muss jedoch in einem Texteditor ein wenig nachbearbeitet werden. Ein paar Kleinigkeiten kann man schon vor dem Export beachten: Das Cover direkt als Bilddatei einfügen, Dateinamen ohne Leerzeichen und kein Inhaltsverzeichnis erstellen. Der Nachteil von Pages ist sein Preis. Als einziger Kandidat in diesem Test kostet das Programm etwas. Alles in allem bietet es für seinen Preis aber eine solide Leistung.

Zum Schluss noch ein bisschen Werbung:

  1. Falls Ihr übrigens neugierig auf mein E-Book geworden seid, könnt ihr es für nicht einmal einen Euro bekommen.
  2. Falls ihr Probleme mit eurem exportierten E-Book habt, werfe ich gerne einen Blick darauf. Der erste Blick mitsamt guten Tipps ist sogar kostenlos! Eine E-Mail an mich reicht.
  3. Verpasst auch nicht den zweiten Teil meines großen Tests, wenn ich mich mit Apple iBooks Author auseinandersetzen werde!

tl;dr

Pfannekuchen kann man schön fluffig machen, wenn man das Eigelb vom Eiweis trennt, das Eiweis steif schlägt und dann unter den fertigen Pfannekuchenteig hebt…

*hinterhältiger Affili-Link: Wenn ihr das Produkt kauft, bekomme ich eine winzige Prämie und freue mich.

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Neue Wege #10 – E-Books, SoBooks, CSS

Sobooks

Sascha Lobo verkündet auf dem Projektblog von Sobooks… ja… was eigentlich? Zum einen, dass E-Books in der aktuellen Ausgestaltung scheiße sind. Da hat er vollkommen recht, aber die Analyse ist ja nicht neu. Dennoch lustig ist diese Passage:

E-Book-Welt wäre eine bessere, wenn EPUB-Dateien nicht vom sehr begabten Sohn der Nachbarin des Cheflektors für 27 Euro pro Stück zusammengedängelt würden.

Sascha Lobo: Über E-Books und Sobooks

Hihi…

Zum anderen erklärt Lobo, dass er mit SoBooks alles besser machen wird und deshalb den Starttermin ersteinmal in den Juni verschieben wird. Ich bleibe trotzdem gespannt!

CSS

Ich habe die „Dokumentationen“ Linkliste um diese schöne Doku erweitert: CSS Paged Media Module Level 3. Ist zwar schon ein Jahr alt, bin ich aber erst gestern drüber gestolpert. ePub3 sollte alle diese Auszeichnungen unterstützen. Aber ihr kennt das ja… Die Reader tun’s dann halt doch meistens nicht. Vielleicht wird ja mit SoBooks alles besser…

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