Archiv der Kategorie: E-Book Vertrieb

Brauche ich eine ISBN bei einem E-Book …

… das mit iBooks Author produziert wurde?

Diese Frage bekam ich per E-Mail gestellt. Denn so ein E-Book lässt sich ja nicht woanders verkaufen als bei Apple. Die Frage ist schnell beantwortet: Nein. Seit geraumer Zeit braucht ihr weder für ein mit Author generiertes E-Book eine ISBN noch für irgendein anderes, das ihr im iBook-Store verkaufen wollt. Ich habe darüber hier schon berichtet. Ihr müsst beim Upload das entsprechende Feld in iTunes Producer einfach freilassen:

Screenshot iTunes Producer

Screenshot iTunes Producer

Apple vergibt dann automatisch eine interne ID.

Falls ihr auch Fragen zu E-Books habt, beantworte ich die gerne … =)

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Notiz zum Zustand des E-Book-Marktes in Deutschland 2014

Ich will eigentlich wieder mehr lesen. Also Bücher, denn ich lese den ganzen Tag, aber in letzter Zeit fast immer Texte im Internet. Das Buch, das auf meinem Nachttisch liegt, ist „Die offene Gesellschaft und Ihre Feinde I„* von Karl Popper. Nach anfänglichen Schwierigkeitem hat es mich mitlerweile durchaus gefesselt. Aber dennoch lese ich eher selten darin.

Einer der Gründe dafür ist ganz klar, dass es sich um ein dickes Hardcover handelt, das gefühlt 93,5 Kg wiegt. Wenn ich morgens das Haus verlasse, trage ich neben meinem Smartphone immer auch die ca. 294 Kg schwere illustrierte Version von Michael Endes „Momo„* mit mir herum, um diese in der Bahn auf dem Weg zur Kita meiner Tochter vorzulesen.

Daher hatte ich eine knorke Idee: Das ist der Paradefall, um mir die offene Gesellschaft als E-Book zu ziehen und dann immer auf dem Smartphone zu lesen. Ich also rein in den Google Play Store und gesucht: Fehlanzeige. Keine Gesellschaft, weder offen noch geschlossen, weit und breit.

Also gut, dann eben doch die Kindle-App mit ihrer Minimalästhetik. Geklickt, gewartet, gestaunt: Auch hier nur der Hinweis: Informieren Sie den Verlag, dass Sie das Buch gerne als E-Book lesen wollen.

Hmm, krass. Als Probe aufs Exempel habe ich auch noch in iBooks vorbeigeschaut, obwohl das iPad von der Dame benutzt wird: Nix, auch hier nicht zu finden, das Buch.

Das kann doch nicht sein, denke ich so bei mir und befrage als nächstes dir große Suchmaschine nach „Die offene Gesellschaft E-Book“ – 414.000 Treffer. Davon gefühlte 413.949 Hausarbeiten beim Grin Verlag über die offene Gesellschaft aber nicht der Text im Original.

„Fündig“ werde ich schließlich bei Weltbild. Dort bietet man mir „Karl Raimund Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde (eBook / PDF)“ für 12,99 Euro an.

*Riesenseufzer hier einfügen*

Was mich daran stört? Zum ersten: PDF IST KEIN BESCHISSENES E-BOOK SONDERN EINE DATEI, DIE IHR ZUR DRUCKEREI TRAGEN KÖNNNT!!!!! Wie soll ich denn bitte ein seitenbasiertes PDF auf einem 4-Zoll-Bildschirm lesen? Bevor ich mit einer Seite fertig bin, sind mir die Finger vom hinundherscrollen abgefallen.

Und zum zweiten: dafür verlangt ihr 12,99? Ich kenne ja eure Argumente, dass E-Books nicht aus Luft und Liebe gemacht werden. Aber dieses PDF habt ihr ÜBERHAUPT NICHT GEMACHT! Das PDF liegt bei euch rum, seit ihr es an eure Druckerei ausgeliefert habt. Es war 0,00 Euro wert, bis jemand erklärte: „Eigentlich sind PDFs doch auch E-Books“ und schwupp, habt ihr eine extra Einnahmequelle zum maßlosen abkassieren.

Ich weiß, dass dies nur eine Einzelfallbeschreibung ist. Aber so wie ich das beobachtet habe, ist sie symptomatisch für den Zustand des deutschen E-Book-Marktes und einer der Gründe, warum euch euer unflexibles Gebahren in nicht allzu ferner Zukunft um die Ohren fliegen wird und das Verlagswesen in die Krise stürzen wird!

*hinterhältige Affili-Links.

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Apple iBooks und die ISBN

Gestern gab es ein iBooks-Update und seit dem ist die ISBN in iBooks überflüssig. Das ist sehr erfreulich vor allem für Indie-Publisher, denn wie ich bereits schrieb, kostet eine Einzel-ISBN überzogene 80 Euro.

Apple ersetzt jetzt endlich dieses bürokratische Monster, das in Zeiten der Volltextsuche komplett überflüssig geworden ist, durch eine interne Kennnummer. Mit dieser „vendor ID“ kann man auf seine angelieferten E-Books zugreifen und diese auch zu einem späteren Zeitpunkt ändern. Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber wenn ich das richtig sehe, steht dem ungehinderten Publizieren auf iBooks nichts mehr im Wege…

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Lohnen sich E-Books?

Ein Leser stellte mir per Mail die Frage, ob sich der E-Book-Verkauf lohne. Die Antwort darauf ist ein ganz klares: Kommt darauf an.

Ernüchternde Zahlen

Zunächst einmal knochentrockene Fakten: Je nach Zählweise und/oder Rangliste und/oder Jahreszeit gilt ein gedrucktes Buch in Deutschland „schon“ ab 10.000 verkauften Exemplaren als Bestseller. Charlotte Roche oder Dan Brown bilden da die ganz großen Ausreißer, aber ein Buch von irgendeiner mittelbekannten Autorin, das in der Buchhandlung mit dem Prädikatsaufkleber „Bestseller“ versehen wurde, hat wahrscheinlich so um die 10.000 Brüder und Schwestern gehabt.

Der E-Book-Mark in Deutschland macht nach neueren Zahlen (2013) 2,6% des Gesamtmarktes aus. So weit so wenig… Das heißt, unser Bestseller, der 10.000 Mal auf Papier verkauft wurde, wurde etwa 260 Mal als E-Book verkauft. Fragt euch also selbst, ob Ihr davon leben könntet…

Klar gibt es auch im elektronischen Lesen Ausreißer. Aber wieder: fragt euch, ob Ihr wirklich glaubt, dass euer Buch dazugehört. Und wichtiger noch: fragt euch, ob ihr auch damit rechnen könnt.

Bücher schreibt man nicht wegen des Geldes

Solltet Ihr das ganze deswegen gleich aufgeben? Wieder: Kommt darauf an! Wenn Ihr mit dem Verkaufen von Büchern Geld verdienen wollt, dann ist das E-Book vielleicht nicht euer bestes Pferd im Stall aber euer erstes. Das Beste, was euch passieren kann, ist das, was mir derzeit widerfährt: Ein Verlag — in meinem Fall der JMB Verlag — findet eure Idee so gut, dass er sie auf Papier herausbringen will. Denn dann könnt ihr wahrscheinlich mit ein paar Euro mehr rechnen.

Aber Bücher schreibt man sowieso nicht wegen des Geldes, sondern wegen des Namens. Angenommen, ihr habt ein Forum oder ein Blog über Bohrmaschinen. Dann seid ihr wahrscheinlich eine der Koryphäen auf eurem Gebiet, aber in unserer noch ach zu analogen Welt wird das gerne übersehen. Anders, wenn ihr ein Buch zum Thema veröffentlicht habt, dann wird man euch zitieren, vielleicht interviewen, wenn es eine internationale Bohrmaschinenkrise gibt oder euch zur internationalen Bohrmaschinenconvention einladen, wo ihr dann einen Vortrag über die neuesten Entwicklungen des Bohrhammers halten dürft. Mit anderen Worten: selbst wenn ihr mit eurem (E-)Buch nicht wirklich viel verdient, könnt ihr vielleicht mit dem Rattenschwanz, der hintendran kommt, etwas verdienen.

Was sind die Voraussetzungen?

Eine starke Community und viel Geduld. Wenn ihr 10.000 Follower auf Twitter habt, dann werdet ihr sich mehr Bücher verkaufen, als wenn ihr 449 habt. Wenn eure Seite täglich 10.000 Mal aufgerufen wird, werdet ihr mehr verkaufen, als wenn alle 14 Tage mal jemand euren Blog mit der Bildersuche von Google findet.

Ich habe bei „Blackbox Urheberrecht“ mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Frank Schirrmacher und Julia Schramm (um nur einige zu nennen) ja durchaus ein paar prominente Kontributoren zusammenbekommen. Und so langsam tröpfeln bei mir die ersten reliablen Zahlen rein, an denen ich erkennen kann, dass mein Sammelband sich verglichen mit dem Markt ganz achtsam schlägt, dass aber dieser Teilmarkt eben nur 2,6% ausmacht.

Daher  solltet ihr das ganze als Langzeitentwicklung sehen. Ihr werdet euer Buch vielleicht fünf Mal im ersten Monat an alle eure Omas verkaufen. Aber vielleicht, vor allem, wenn der E-Book-Markt weiter so schnell wächst, wie bisher, werdet ihr im Laufe der Zeit das ein oder andere Buch hinterher schieben können. Dafür solltet Ihr natürlich ein geeignetes Thema haben und nicht z. B. über die Milchpreise am 12. August 2013 schreiben. Dann aber bietet das elektronische Buch einen großen Vorteil gegenüber dem papiernen: es ist viel leichter patchable: Ihr könnt immer wieder Updates und Erweiterungen, Sondereditionen und Auszüge veröffentlichen, ohne dass es so viel Aufwand bereitet, wie ein Gang in die Druckerei.

Konkrete Fragen

Zum Schluss will ich noch ein paar Detailfragen meines Fragenstellers beantworten:

„Ein paar regelmäßige Euros nebenbei wären kein Fehler nicht.“

Mit „regelmäßigen“ Euros können Sie eher nicht rechnen, wie Sie meinen Ausführungen entnehmen können.

„Als Preis habe ich mir knapp 10.- € vorgestellt, billiger nicht. Mehr auch nicht unbedingt, die Leute sollen es ja schließlich kaufen.
Und bei einem knappen 10er könnte ich mir einige Spontankäufe vorstellen.“

Das halte ich für zu teuer. Hier habe ich mal aufgezeigt, dass der Durchschnittspreis bei 5,99 liegt. Das kann sich geändert haben und unterliegt natürlich auch Schwankungen, aber 10 Euro sind dann halt doch mal mehr als 1/3. über dem Durchschnittspreis. Mit Spontankäufen ist wohl eher zu rechnen, wenn der Preis unter den 5,99 liegt…

„Mein Problem besteht eigentlich darin, daß ich den eBooks nicht so recht traue.
Wer mag schon ein Buch auf so einem Ding lesen? Lesen die Leute nicht nach wie vor lieber ein richtiges Buch?“

Das ist kompliziert. Klar sprechen die oben erwähnten 2,6% eine eindeutige Sprache. Aber meines Erachtens liegt das nicht am Medium oder den Readern (man kann ein E-Book schließlich genauso auf Smartphones, Tablets und zur Not auch Laptops oder Desktoprechnern lesen). Und wenn man sich die Leserzahlen von SpOn und Co. anschaut, ist das Lesen am Display schon längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen.
Ich habe in den vergangenen Wochen viel mit potentiellen Lesern gesprochen, die mein Buch lesen wollten, aber es dann doch nicht taten. Das Argument: „Ich will es auf Papier haben“ habe ich nur ein einziges Mal gehört. Das viel eklatantere Problem, das ich unzählige Male gehört habe, war, dass die Vertriebswege noch viel zu kompliziert sind. vom spontanen 1-Click-Buy sind wir noch weit entfernt. Selbst bei Apple, wo der Weg noch am bequemsten ist, waren manche Menschen schon damit überfordert, dass das Buch nicht im Appstore war, sondern dass sie erst die iBooks-App downloaden sollten, um „Blackbox Urheberrecht“ dann als In-App-Buy zu kaufen. Aber, wenn es dann in Richtung Amazon und Google geht, ist das alles wirklich noch immer eine DRM-Hölle, wo viele (technisch nicht so versierten) Leser sagten, dass sie es versucht haben, zu kaufen, aber es ihnen nicht gelungen ist.

Daher wird mit meiner Blackbox neben dem Printbuch  demnächst auch ein weiterer (elektronischer) Weg eingeschlagen, der wesentlich kundenfreundlicher ist…

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Pflichtexemplare II – Landesbibliotheken

Da man Pflichtexemplare bei Printbüchern auch an Landesbibliotheken abliefern muss, habe ich da mal nachgefragt, wie das mit E-Books aussieht. Ich wusste zwar noch vom letzten Jahr, dass dem noch nicht so ist, aber da sich ja viel ändert im ePublishing, habe ich eben noch einmal eine E-Mail geschickt und folgendes erfahren:

Hier in Franfurt ist die Universitätsbibliothek ohann Christian Senckenberg für mich zuständig und das war ihre Antwort.

1. E-Book auf CD-ROM oder DVD oder sonstigem Datenträger: ist ablieferungspflichtig an uns (und 2x an DNB), wie gehabt (aber nur, wenn es literaturbasiert ist, keine Musik o.ä.)

2. E-Book auf einer Website oder über Amazon und Co. (Zwischenanbieter) oder sonstwie online, ohne Datenträger: ist *noch* nicht ablieferungspflichtig.

Das Pflichtexemplargesetz ist neu geregelt worden (Hess. Bibliotheksgesetz 6.12.2012 in Kraft getreten). Die entsprechende Rechtsverordnung (Ausführungsbestimmungen), die die Ablieferung elektronischer Medien regelt, liegt leider noch nicht vor.

Wie das in anderen Bundesländern aussieht, weiß ich nicht, wer dort zuständig ist, erfahrt ihr in der Wikipedia.

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Ein Pflichtexemplar abliefern

Da Google Plus noch immer auf sich warten lässt, schreibe ich hier in der Zwischenzeit mal etwas darüber, wie ihr euer E-Book, wenn es dann fertig ist, den Händlern liefern könnt. Die Performance ist unterschschiedlich gut. Und den besten Auftritt macht eine Institution, die nicht einmal ein Händler ist: die Deutsche National Bibliothek.

Hier findet ihr „Blackbox Urheberrecht“ in der DNB

Ich hatte ja schon mal klar gemacht, dass Ihr euer ePub-E-Book auch als Pflichtexemplar bei der DNB abliefern müsst. Und das geht denkbar und dankbar einfach, wenn man mal vom sperrigen Namen „Netzpublikation“ absieht.

Als erstes zieht ihr euch ein Konto bei der DNB.

Wie meldet man sich bei der DNB an?

schwarz umrandet findet ihr den Link zur Anmeldung

Das geht im Grunde nicht anders als irgendwo sonst im Netz.

Wie registriere ich mich noch gleich bei der DNB?

Diesmal ist der Link rot, weil das mehr auffält.

Habt ihr das geschafft, folgt als nächstes noch einmal die Registrierung zum Abliefern der besagten Netzpublikationen zu denen die DNB auch die E-Books zählt.

Und wie registriere ich mich für die Ablieferung von E-Books?

Wieder rot (schön, wa?) umrandet der Link im Menü rechts auf der Seite

Da müsst ihr einen kleinen Fragebogen ausfüllen und habt im Zuge dieses Fragebogens eben auch die Möglichkeit, anzugeben, dass ihr gerne ein E-Book abliefern würdet.

Wo trage ich denn ein, dass ich ein E-Book abliefern will?

Okay, das ist ein wenig murksig, aber es hat funktioniert

Hierfür werdet ihr dann noch einmal freigeschaltet. Bei mir dauerte das etwa 24 Stunden. Danach loggt man sich in seinen Account ein, klickt auf „Webformular zur Ablieferung von Netzpublikationen im linken Menü, kommt wieder zu einem Formular, in das man alle seine Metadaten eingibt.

Was ist denn jetzt eigentlich diese "Netzpublikation"?

Ich habe eine Monografie abgeliefert (mehr oder weniger), was ihr abliefert müsst ihr selbst wissen

Die einzige Tücke an dem Formular ist, dass es keine freien Felder akzeptiert, was nicht unbedingt sinnvoll ist, aber auch nicht weiter schlimm, denn offensichtlich schaut am Ende tatsächlich ein Bibliothekar über eure Daten und macht ihnen die Haare schön. Sodass ihr nach wenigen Tagen euren Eintrag in der DNB habt.

Ihr seht, das ganze ist ohne großen Streß möglich und sollte auf jeden Fall gemacht werden, denn sonst können im schlimmsten Fall Strafen von der DNB drohen.

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E-Book, du unbekanntes Wesen

Es geht voran mit meiner Autorensuche. Ich habe soeben die Rechte am „Wiederabdruck“ eines Textes eines großen deutschen Verlages eingeräumt bekommen. Näheres erfahrt ihr, wenn alles wasserdicht ist.

Denn leider zeigt sich hier einmal mehr, wie verkanntet dieses Medium ist und dass es sich gar nicht einfügen lassen will in die deutsche Verlagstradition.

Vor dem Problem stehe ich selbst, wenn ich den Autoren den „Druckunterlagenschluss“ mitteile. Wenn man hier noch von einer Metapher sprechen kann, liegt das bei der oben erwähnten Rechteeinräumung leider anders. Denn ich habe das Nutzungsrecht für eine einmalige Nutzung eines „Wiederabdrucks“ in einer Auflage von 10.000 Stück eingeräumt bekommen.

Einfach, weil das die Vertragsrealität im Verlagswesen ist. Für mich bedeutet das aber, dass ich, sollte ich tatsächlich 10.000 E-Books verkaufen, mich erneut um die Rechte bemühen muss. Gut, das ist noch kein Problem, ginge mir ja auch so, wenn ich eine Auflage abverkauft hätte, und sollte ich tatsächlich 10.000 Bücher verkaufen (was Bestseller-Niveau wäre), bin ich gerne bereit, erneut zu verhandeln.

Mein Problem ist vielmehr das einmalige Nutzungsrecht, denn, wie ich schon erklärte, gibt es ja nicht „das E-Book“ sondern ePub, Mobi und PDF. Entsprechend muss ich da weiterverhandeln und im Zweifel eben eine abgespeckte Kindle-Edition herausgeben…

Es bleibt spannend.

Mit diesem Post will ich mich übrigens in keiner Weise lustig machen, oder so. Ich kenne das Problem einfach zu gut. Hier trifft eben ein neues, nur wenige Jahre altes Medium auf eine Jahrhunderte alte Verlegertradition. Dass es da viele Probleme gibt, ist klar.

Ähnlich sieht es mit dem Pflichtexemplar für die Deutsche Nationalbibliothek aus, diese ist auch noch nicht auf die Veränderung eingestellt und behandelt E-Books als Webseiten, oder im Bibliothekarsdeutsch „Netzpublikationen“. Und richtig verrückt wird es bei Bibliotheken, die ihren Lesern E-Books anbieten. Diese müssen nämlich analog zum gedruckten Buch jeweils ein E-Book erwerben, das sie dann verleihen können. Die Tatsache, dass man E-Books einfach kopieren kann (und dann gegebenenfalls das entsprechend lizensieren), wird also schlichtweg ignoriert.

P.S.: Während ich dies schrieb, kam übrigens das „Okay“ für die verschiedenen Formate. Also: ein Problem weniger. =)

P.P.S.: Und bevor ihr jetzt anfangt über das deutsche Verlagswesen zu lachen, denkt mal an eure anachronistischen Metaphern, wenn ihr auf paper.li eure „Hastenichgesehn“-Daily herausbringt…

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