Neue Wege #9 DRM ist noch immer böse

So, die Party ist zu Ende, mein Buch erschienen, also mache ich hier mal wieder weiter mit Business as usual, schließlich lag dieses Blog abseits von PR etwas brach, während ich mit meinen anderen Projekten beschäftigt war. Als Einstieg habe ich mal wieder nach wirklich langer Pause ein paar News rund ums digitale Publizieren gesammelt.

DRM ist noch immer böse

Glaubt ihr nicht? Ist aber so. Und hier ist der Beweis:

Ich für meinen Teil werde jedenfalls nicht aufhören, meiner Tochter Geschichten vorzulesen, nur weil irgend ein bekloppter Verlag mein, das würde sein Copyright verletzen…

Wer bezahlt’s? Die Crowd!

Crowdfunding ist nichts neues, diese Plattform schon: 100 Fans. Sie hat sich nämlich komplett auf Bücher spezialisiert. Mit einer großen Community kannst du dir dein eigenes Buch alternativ finanzieren lassen. Wenn ich mir den Finanzierungsstand der verschiedenen Projekte ansehe, fehlt der Seite im Augenblick vor allem eines: Aufmerksamkeit. Also geht hin, schaut es euch an und finanziert ein spannendes Buch.

Via Digitale Notizen.

Redende Bücherpiraten

Netzpolitik.org hat etwas ziemlich gutes gemacht. Sie haben sich nämlich nicht von bekloppten Verlagen einschüchtern lassen, die neben dem Vorlesen auch die Pressefreiheit verbieten wollen, sondern sie haben Qualitätsjournalismus (TM) gemacht und sich mal mit drei Betreibern von Tauschbörsen für E-Books unterhalten um zu erfahren, was deren Motivation ist.

CC NC my ass

Für mich sind freie Lizenzen das Salz in der Suppe des Indie Publishings. CC (=Creative Commons) ist nicht bloß das bekannteste Projekt, sondern wohl auch das wichtigste. Auf iRights.info findet ihr einen Vortrag, der nicht nur die verschiedenen CC-Lizenzen erklärt, sondern auch sich explizit mit der „Noncomercial“-Option der CC-Lizenzen auseinandersetzt. Meines Erachtens ist die NC-Einschränkung Bullshit, besonders wenn man bedenkt, dass ein Blog mit ein bisschen Webung, Affili-Links und/oder Flattr-Button schon als kommerziell angesehen werden kann. Daher verzichtet doch bitte auf das NC Tag.

Diesen Beitrag stelle ich unter CC0 – Wenn ihr mich nennt, freue ich mich, aber hauptsachte ihr verbreitet die Botschaft!

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3 Kommentare

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3 Antworten zu “Neue Wege #9 DRM ist noch immer böse

  1. Pingback: Neue Wege #9 DRM ist noch immer böse… | Privatsprache

  2. TheOne

    Ach – DRM ist also böse? Meinen Sie das ernst? Und was ist mit den Millionen Gebrauchtspiel (ja auch das schädigt heute die Publisher, siehe THQ, denn es zählt heute bei teuren Spielentwicklungen jede verkaufte Einheit) oder Raubkopierern? Sind die etwa harmlos?

    Man braucht nur mal den 3DS anzuschauen. Eine nahezu perfekte, nicht hackbare Maschine weil mit diversen, hochsicheren DRM-Maßnahmen gesichert. Und trotzdem wird es (zwecklos, aber versucht wirds trotzdem) bombardiert und Spiele-Roms erstellt. Und was kommt dabei heraus? Zitat:

    „Buhuuu, das neue Pokémon X/Y läuft nicht mit der neuen 3DS-Kopierkarte- da kommt nur ein Fehler. Vergesst es Leute- Nintendo hat einen Schutz eingebaut. Das Spiel wird nicht auf dieser Karte laufen.“

    Und das ist doch noch gar nichts! Die meisten Leute sind sich heute gar nicht im klaren, dass Raubkopierer für den Tod von z.b. dutzenden Spielefirmen (z.b. THQ) und anderen verantwortlich sind. Die Raubkopierer – hauptsächlich von Konsolen/Handheld-Spielen schneiden sich heute längst ins eigene Fleisch, ohne es zu wissen. Sie sind das Krebsgeschwür der Gesellschaft. Und es ist traurig, dass ich erst hier ein Beispiel bringen muss, wie brutal Raubkopierer vorgehen um heute Schutzmechanismen in Spielen zu knacken! Im Fall 3DS habe ich z.b. in Foren beobachtet, wie man sich Rechenzentren zu Nutze macht und damit versucht, einen komplexen, sehr stark verschlüsselten Code zu knacken. Ist das etwa nicht böse? Sag mir, privatsprache.de-Inhaber- wie bezeichnet ihr so ein Vorgehen?

    Und das ist noch nicht alles. Früher gab es nur wenig Gebrauchtkäufer, es gab viel mehr Vollpreiskäufer. Das Lot war also da, die Verkaufszahlen waren somit ziemlich hoch und die Raubkopierer haben auch nicht so häufig das Problem, kurzum der Verkäufer hat gut verdient. Damals war es nicht so schlimm, wenn Raubkopierer ein Spiel kopiert haben. Aber die Zeiten haben sich geändert! Heute sind Sonyfanboys und Microsoftler teils so geizig dass Aussagen wie „da wird um jeden Cent, sogar bei den Versandkosten gefeilscht“ in Foren bei Ebay fallen. Und das ist noch nicht alles- heute wird viel mehr kopiert – was ja an sich wirklich nicht so schlimm ist- aber der Knackpunkt ist, dass heute wesentlich mehr Leute ihr gerade gekauftes Spiel gleich weiterverkaufen. Damit macht ein Unternehmen dann keinen Gewinn mehr. Je mehr das weiterverkauft wird, desto mehr Verlust steht virtuell.

    Klingt harmlos? Ist es aber nicht. Angenommen ein Spiel wie CoD wird heute zu 80% ehrlich erworben (20% Raubkopierer). Von diesen 80% kaufen aber nur 40% das Spiel zum Vollpreis! Genau hier ist der Punkt. Statt zum Start wird das Spiel erst nach 2 Monaten gekauft, wenns nur noch 20 Euro kostet. So schadet man unbewusst dem Entwickler. Und viel wichtiger ist daran eben- heute zählt aufgrund dieser „Geiz ist geil und ich kauf das Spiel lieber gebraucht“-Mentalität eben jede verkaufte Einheit.Und ich rede hier von Vollpreis-Einheiten. Solte doch einleuchten, dass bei einem Spiel was zum Start 59,99 Euro verkauft wird, der Entwickler mehr Gewinn hat, als wenn dieses später zum Budgetpreis nach 2-3 Monaten für 29,99 Euro angeboeten wird oder?

    Also mich persönlch würde ja mal interessieren, wer hinter dieser Seite- privatsprache.wordpress steckt – und was dieser jemand persönlich so monatlich an Videospielen kauft und wie er allgemein dann als ehrlicher Bürger (oder auch als Raubkopierer, man weiß es ja nicht) über Schutzmaßnahmen denkt. An das Impressum: Schonmal Game Developer Tycoon gespielt? Versuchen Sie mal die gehackte Fassung und Sie werden ihr blaues Wunder erleben. Was glauben Sie, warum es solche Maßnahmen gibt? Damit werden Raubkopierer für jedermann klar erkennbar gemacht und ihr- die Kopierer – werden ausgelacht. So muss es auch sein. Also – hetzt ruhig weiterhin auf DRM rum. Aber denkt man über das Geschriebene von mir nach. Das ist die Realität und nicht irgendeine Utopie von die ihr da faselt!

    Denn wenn es nach der Spieleindustrie geht- würdet ihr sowieso bald kein Spiel mehr in den Händen halten. Ihr bekommt einen Spielestream, zahlt monatlich 10-30 Euro Gebühren und damit hat sichs dann. DVDs, Blurays oder CDs gibts dann nicht mehr. Dann kann niemand mehr cracken und hacken und schummeln oder Spiele gar kopieren. Dann hat sichs ein und endgültig auskopiert! Dann gibts DRM in Reinform. Na, was haltet ihr davon? EA und Ubisoft werden das sowieso einführen, früher oder später.

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