Zwischenstand: ich werde ein Buch herausgeben

Dieses Blog hatte ich ja als Dokumentation meiner eigenen Buchveröffentlichung gestartet. Und auch wenn ich hier in letzter Zeit in erster Linie Tutorials und Kummerkastenposts geschrieben habe, möchte ich euch mal ein kurzes „heads up“ geben, damit ihr wisst, was hinter den Kulissen abgeht und was man alles bei so einem Projekt bedenken muss.

In der Druckerei gibt es viel Papier

Auch wenn mir der Gang in die Druckerei erspart bleibt, wartet noch viel Arbeit auf mich

Ich gebe einen Sammelband heraus

  • Dafür habe ich zunächst Vertriebsverträge mit Amazon, Apple und Google geschlossen
  • Anschließend habe ich einen Autorenvertrag aufgesetzt
  • Dann habe ich ich angefangen Autoren zu akquirieren. Ich habe also Menschen, von denen ich glaubte, dass sie spannendes zu meinem Thema zu sagen haben, angeschrieben oder angerufen und versucht von meinem Projekt zu überzeugen. Das war und ist noch immer eine langwierige Aufgabe, die anstrengend ist und bei der man viel Frustrationstoleranz braucht, denn natürlich ist nicht jeder Autor von meinem Projekt so überzeugt, wie ich es bin. Aber es ist auch eine Arbeit, die unglaublich viel Spaß macht und mir enorme Erfolgserlebnisse einbrachte, sodass ich hier mehr als einmal vor Freude durchs Zimmer hüpfte, wenn es mir gelang einen „Hauptdarsteller“ zu gewinnen
  • Mittlerweile habe ich etwa zwanzig Autoren. (von neun Autoren habe ich Texte erhalten und die Nutzungsrechte geklärt, von fünf weiteren Texte erhalten, aber die Nutzungsrechte muss ich noch klären und mit dem Rest stehe ich noch in Verhandlung)
  • Bei den Texten, die ich erhalten habe, sind wir ins Lektorat eingestiegen. Mit „wir“ meine ich mich und Paula Hesse, eine Lektorin, die ich engagiert habe. Es ist sehr wichtig, dass ihr, auch wenn ihr „nur“ eure eigenen Texte veröffentlichen wollt, da noch mindestens ein weiteres Augenpaar drübergucken lasst, denn erstens sehen vier Augen immer mehr als zwei und zweitens wird das zweite Augenpaar einige Nebel finden, die euch sonnenklar erschienen
  • Bei uns ist der Vorgang noch etwas komplizierter: Wenn wir einen Text lektoriert haben, schicken wir dem Autor oder der Autorin einen Korrekturabzug zu, daraufhin bekommen wir entweder eine Freigabe oder wiederum Änderungswünsche vom Autor/von der Autorin.
  • Zwischenzeitlich habe ich – das allerdings fast schon zufällig – einen Fotografen gefunden, der mir bei der Covergestaltung helfen wird, von ihm erwarte ich demnächst erste Entwürfe und werde euch auf dem Laufenden halten

Das ist also mein augenblicklicher Stand und ihr fragt euch bestimmt: „Was labert der denn so um den heißen Brei herum? Warum sagt er nicht endlich, wovon sein Buch handeln wird? Und wer sind denn diese Autoren?“

Tja, da will ich noch ein ganz klein bisschen Geduld von euch erbitten, denn demnächst bekomme ich noch einen Text von einem „ganz großen Fisch“ und erst wenn das in trockenen Tüchern ist, werde ich mal wieder eine Keynote veröffentlichen, in der ich dann Thema und Autoren bekanntgeben werde. Aber eines kann ich euch versprechen: es wird legendär!

Die nächsten Schritte

Nun, auch wenn ich schon weit gekommen bin, stehen mir noch eine Menge weiterer Arbeitsschritte bevor:

  • Wenn ich alle Texte habe, muss ich mir überlegen, in welcher Reihenfolge ich sie arrangiere
  • dann muss ich eine Einleitung schreiben
  • Dann muss ich die ganzen anderen Textstücke schreiben, die zu so einem Buch gehören: Impressum, Bibliographie, Autorenportraits, Danksagung, Widmung etc.
  • Dann kommt die endgültige Covergestaltung
  • Dann kommt das Layout des Buches. Die Texte liegen mir im Augenblick hauptsächlich als Worddokumente vor, die müssen in ePub gesetzt werden.
  • Da in einer ganzen Reihe von Texten Hyperlinks vorkommen, muss ich dann jeden Link noch einmal checken, damit wenigstens zur Veröffentlichungstermin keine toten Links im Buch habe
  • Zum Schluss folgt die Abschlussredaktion: noch einmal werden vier Augen das Buch von der ersten bis zur letzten „Seite“ lesen, um möglichst viele Fehler auszufiltern (man kann nie alle Fehler finden)
  • Schließlich kommen noch das Inhaltsverzeichnis, die Metadaten, die Validierung des Codes durch den ePub-Check und des Umwandeln in Mobi (da können auch noch Fehler auftreten, die zu weiteren Arbeitsschritten führen würden)

Dann geht es an den Vertrieb

Wenn das Buch dann in den „Läden“ ist, kann ich kurz feiern, bevor es weitergeht. Denn das Buch zu veröffentlichen reicht nicht, statt dessen muss ich ja auch der Welt erzählen, dass ich ein Buch habe und warum sie es kaufen sollte.

  • Dazu brauche ich auf jeden Fall eine Präsentationswebseite
  • Ich muss ganz klassische PR machen, in der Hoffnung, dass sich der eine oder andere Rezensent dazu herablässt, mein Buch zu kritisieren
  • Ich muss zusehen, dass ich möglichst Menschen finde, die alles so spannend finden, dass sie über mein Projekt berichten oder mich interviewen wollen, um so meine „Botschaft“ zu multiplizieren
  • Und ich muss die sozialen Medien bespielen

Und dann muss ich einfach mal gucken, wie das, was ich hier geschaffen habe, in der Welt da draußen so wirkt, denn das ist nichts, was ich planen könnte…

Jetzt wisst ihr also bescheid und könnt ich darauf freuen, was ihr noch von mir zu erwarten habt…

Bis bald!

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